Die jetzige Hauptstadt, das Tor Thailands, wurde 1782 von König Rama I. gegründet. In der Metropole vereinen sich Tradition und Moderne zu einer einzigartigen Mischung. Besonders deutlich manifestiert sich hier die hohe Achtung der Thais gegenüber der Tradition und ihre gleichzeitige Aufgeschlos- enheit für den Fortschritt.
Bangkok liegt auf einer Schwemmlandebene an den Ufern des Chao Phraya, wenige Kilometer oberhalb der Mündung in den Golf von Thailand. Die Stadt kann daher sehr gut auf ihren Flüssen und Klongs mit Long-Tail-Booten oder Barkassen befahren und erlebt werden. Bangkok erfüllt im wahrsten Sinne des Wortes die Funktion einer Hauptstadt: Hier residiert die Königsfamilie, hier ist der Sitz der Regierung und Verwal-tung, hier laufen alle Fäden der Industrie, des Handels und der Finanzwelt zusammen und hier befindet sich der wichtigste Hafen des Landes. Zehn Prozent aller Thailänder - das sind sieben Millionen Menschen - leben in Bangkok.
Krung Thep , zu deutsch "Stadt der Engel", ist nur die Übersetzung des Anfangs einer langen Folge von Attributen, die Bangkok angemessen beschreiben. Der vollständige Name lautet: Krung Thep Mahanakorn Amornrattanakosin Mahinthara Mahadhilokphob Nopparatratjathani Burirom Udomratjanivet Mahasathan Amornpimarn Auwatharnsathit Sakaraya Vishnukarmprasit. Dieser Name hat Bangkok als ‘Stadt mit dem längsten Städtenamen der Welt’ einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde beschert.
Sehenswürdigkeiten in Bangkok Die Altstadt: Das Gelände des Königspalastes, auch Großer Palast genannt, ist die konzentrierteste Ansammlung klassischer thailändischer Kunst und Architektur des Landes. Auf dem Gelände befinden sich der Wat Phra Keo, in dem Thailands größtes Heiligtum, der Smaragd- Buddha, untergebracht ist und der Wat Pho, auch ‘Tempel des liegenden Buddha’ genannt- Bangkoks ältester Tempel beherbergt heute ein Zentrum der traditionellen Medizin mit Massageschule. Sanam Luang wird auch als „Königs-wiese“ bezeichnet und gilt als glücksbringender Ort. Hier finden königliche Zeremonien und von Februar bis April Wettbewerbe im traditionellen Drachensteigen, statt.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt sind das Nationalmuseum mit einer der größten Sammlungen Südostasiens, die interessante Einblicke in die Geschichte, Kunst und das Kunsthandwerk Thailands gewährt, und der Wat Mahathat, eine budd-histische Hochschule, die Meditationskurse anbietet. Im Wat Suthat befindet sich Bangkoks größter wihan (=Versammlungshalle) mit den berühmtesten Wandmalereien des Landes.
Das Chinesenviertel: Der Wat Traimit, auch ‘Tempel des Goldenen Buddha’ genannt, birgt die weltweit größte Buddha-Statue aus massivem Gold. Am Hua-Lamphong-Bahnhof ging 1891 die erste private Eisenbahnlinie Thailands in Betrieb. Die Yaowa-rat Road ist eine der Hauptverkehrsadern von Chinatown mit zahlreichen Goldhand-lungen, Kräuterapotheken, Cafés und Restaurants. Entlang der Songwat Road reihen sich alte Geschäftshäuser aus dem 19. Jahrhundert aneinander. Der Neng Noi Yee-Schrein integriert buddhistische, konfuzianische und daoistische Riten. Auf dem Pak-Khlong- arkt erhält man ein Sortiment an frischem Gemüse und Blumen, wie es nir-gendwo sonst in Thailand angeboten wird.
Dusit: Das Viertel ist Thailands Regierungszentrum mit breiten Boulevards, Palästen und Prestigebauten, die vor allem an der Phitsanulok Road und der Ratchadamnoen Avenue liegen. Der Chitrlada-Palast ist der Wohnsitz des Königspaares. Hier liegt auch der Wat Benchamabophit, dessen Verkleidung aus Carrara-Marmor ihm den Namen Marmor-Tempel eingebracht hat. Im Dusit-Zoo kann man Tiger, Bären, Elefan-ten und Nilpferde beobachten und durch das Gelände mit tropischen Pflanzen, Wiesen, Seen und Baumhainen pazieren. Auf dem Thewet- Blumenmarkt werden Pflanzen und Gartenbedarf aller Art angeboten. Im Dusit-Park stehen der Seepavillon, der Vimanmek- alast - das größte Teakholz-Gebäude der Welt - und die Thronhalle Abhisek Dusit, eine weiße, phantasievoll verzierte Halle, die das SUPPORT-Museum mit der Ausstellung von traditionellem Kunst-handwerk beherbergt.
Die Innenstadt: Das Alte Ausländerviertel ist ein ausländisch beeinflusstes altes Hafenviertel, in dem auch das 1876 von zwei dänischen Kapitänen gebaute, weltberühmte Oriental-Hotel und die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale liegen. In der Silom Road befinden sich viele Einkaufspassagen und - ebenso wie in der parallelen Surawong Road – eine Vielzahl an Schmuck- und Seidengeschäften. Entlang der Charoen Krung Road gibt es viele Schmuck- und Antiquitätengeschäfte. Das Jim-Thompson-Haus ist das ehemalige Heim des Amerikaners Jim Thompson, der Thai-lands Seidenweberei nach dem Zweiten Weltkrieg zu neuem Ruhm verhalf. Es gilt als eine der am besten erhaltenen traditionellen Thai-Wohnanlagen und eines der erlesensten Museen des Landes. Patpong ist das von der Touristenpolizei überwachte Rotlichtviertel mit Bars und dem berühmten Nachtmarkt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Schlangenfarm, auf der man das Melken von Giftschlangen beobachten kann und der Lumpini-Park, Bangkoks größte grüne Lunge mit zwei Seen zum Bootfahren. Im Park kann man frühmorgens Chinesische Einwohner beim Schattenboxen beobachten. Die Chulalongkorn-Universität mit dem ´Imaging Technology Museum’ und einer Kunstgalerie ist Thailands älteste und ange-sehenste Universität.
Thon Buri: Das Stadtviertel liegt auf der linken Flussseite Bangkoks und wurde erst 1932 mit Bangkok verbunden und 1971 eingemeindet. Am besten erforscht man Thon Buri mit seinen Pfahlhäusern, kleinen Tempeln und ‘schwimmenden Läden’ per Boot. Der Wat Arun, ‘Tempel der Morgenröte’, ist stärker als jeder andere von der Khmer-Architektur geprägt. Im Königlichen Barkenmuseum lagern die prunkvollen königli-chen Barken, die nur zu großen Prozessionen auslaufen.
Unterhaltung bei Nacht: Nachts kann man sich bei Vorführungen von klassischem Thai Tanz, in Jazzclubs oder Cocktailbars und Diskotheken vergnügen. Wettkämpfe im Thai-Boxen gibt es fast jeden Abend in einem der beiden Bangkoker Stadien. Im Thailand Cultural Center wird ein ausgesuchtes Programm mit Tanz, Theater und Musik aus Thailand und aus westlichen Ländern geboten. Das Hotel Oriental eignet sich, um in stilvoller Atmosphäre einen kleinen Imbiss zu nehmen. Natürlich finden auch Stadt- touren durchs nächtliche Bangkok statt.
Sehenswürdigkeiten außerhalb Bangkoks Zu empfehlen ist ein Besuch der Krokodilfarm mit Süß- und Salzwasserreptilien, einer Zuchtstation und angeschlossenem Zoo. Ancient City Muang Boran ist ein Freilicht-Museum mit verkleinerten Kopien bedeutender Bauwerke des Landes und restaurierten Originalgebäuden in der Provinz Samut Prakan. Der Schwimmende Markt von Damnoen Saduak besteht aus drei authentischen Märkten mit Früchten, Gewürzen und anderen Produkten und liegt 100 Kilometer südwestlich von Bangkok in der Provinz Ratchaburi. Die Safari World auf einer Fläche von 200 Hektar gilt als der zweit-größte Wildpark der Welt. Im Königlichen Kunstgewerbezentrum in Bang Sai wer-den unter anderem die Kunst der Seidenweberei und die Herstellung von Thai-Puppen gelehrt. Das Zentrum wird von der Königin persönlich gefördert. Der Rosengarten ist nicht nur ein gepflegter Garten - hier gibt es täglich Folklore-Darbietungen mit Thai-Boxen, Tänzen und Zeremonien.
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Quelle: Tourism Authority of Thailand / bearbeitet von pairola-media |