Wo Natur und Lebensgefühl alpenländisch und mediterran zugleich sind, weht ein ganz besonderes Lüftchen. Und weil der Sommer auf dem Südbalkon der Alpen immer ein bisschen länger dauert, kommen bereits seit rund 170 Jahren Gäste aus aller Herren Länder nach Meran, Dorf Tirol und Algund. Schon die österreichische Kaiserin Sisi flanierte unter den Hanfpalmen und Eukalyptusbäumen, die der Arzt und Botaniker Dr. Franz Tappeiner auf den Promenadewegen pflanzen ließ. Die Gegend hatte bald den Ruf einer paradiesischen Oase inmitten der Gletscherriesen, wo Trauben und Wein das Leben versüßen.

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 Gesellige Runde mit Wein und Südtiroler Hausmannskost. Foto: djd / Tourismusverband Meran
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Bewegungshungrige können sich zwischen 300 und 3.000 Höhenmetern austoben. Ein Netz aus rund 50 Waalwegen durchzieht die Hänge rund um Meran, Dorf Tirol und Algund. Auf den Pfaden entlang kleiner Wasserläufe ist genussvolles Wandern garantiert - hier gibt es keine großen Höhenunterschiede, aber dafür weite Ausblicke über das Etschtal. Gipfelstürmer steigen dagegen hinauf in die Hochgebirgslandschaft der Texelgruppe. Sie lässt sich - natürlich auch in Abschnitten - auf dem etwa 110 Kilometer langen Meraner Höhenweg durchwandern.
Wenn Äpfel und Trauben geerntet werden, kommt auch die Zeit für viele traditionelle Feste. Ein besonderes Großereignis ist der Große Preis von Meran am 24. September auf der Pferderennbahn Meran-Mais, der unbestrittene Höhepunkt der Rennsaison. Schnelle Pferde, elegante Damen und riskante Wetten spielen die Hauptrolle bei diesem internationalen Hindernisrennen. Wer dagegen die Südtiroler Lebensart von einer besonders bunten Seite kennen lernen will, sollte das Traubenfest am 14. und 15. Oktober besuchen. Trachtengruppen, Musikkapellen und Festwagen zeigen bei einem großen Festumzug, was lebendiges Brauchtum bedeutet.
Im Herbst wird in den Südtiroler Wirtschaften und Weinschenken ein uralter Brauch gepflegt: das Törggelen. In geselliger Runde kommen dann Südtiroler Speck, Schüttelbrot, Röstkastanien und der "Nuie" - gemeint ist der neu gekelterte Wein - auf den Tisch. Aber auch Feinschmecker lieben die Südtiroler Küche. Denn hier gehen italienische Leichtigkeit und herzhafte Hausmannskost eine raffinierte Verbindung ein.
Quelle: djd / bearbeitet von pairola-media