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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Mit 7,2% Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wuchs 2003 die Wirtschaft Vietnams weltweit am zweitschnellsten nach China. Motoren des Wirtschaftswachstums sind eine kräftige Binnennachfrage, enorme Steigerungen der Exporterlöse und massive staatliche Investitionen. Der Zufluss weltweiter ausländischer Direktinvestitionen hat zwar seit der Asienkrise deutlich nachgelassen, doch setzen besonders Investoren aus der Region stark auf den Investitionsstandort Vietnam.
Wie in den Jahren zuvor hatte der Industriesektor den größten Anteil am Wirtschaftswachstum. Das BIP betrug 2003 nominal umgerechnet 30,5 Mrd. US$. Davon wurden 40,3% von Industrie und Bau, 38% vom Dienstleistungsbereich und 22% von Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft erwirtschaftet. Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2004 wuchs der Industriesektor noch einmal um 10%. Der Dienstleistungssektor wuchs im gleichen Zeitraum um 7% und die Landwirtschaft trotz des Ausbruchs der Vogelgrippe um immerhin 2,3%.
Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation in den letzten zehn Jahren konnte über ein Drittel der Bevölkerung aus der Armut befreit werden. Zu dieser Verbesserung trugen entscheidend der wachsende Dienstleistungssektor und die zunehmende Kommerzialisierung der landwirtschaftlichen Produktion bei. Ein mittelfristiges Ziel Vietnams ist die Entwicklung von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft.
Im Zusammenhang mit ungebrochen hoher politischer und sozialer Stabilität hat sich Vietnam damit als emerging market" mit günstigen kurz- bis mittelfristigen Aussichten positionieren können. Gleichzeitig hat aber auch die Notwendigkeit zugenommen, langfristig angelegte Strukturreformen anzupacken. Bei diesen Herausforderungen, zu denen die Umstrukturierung der defizitären Staatsbetriebe, die Modernisierung des Finanz- und Bankensektors sowie der Aufbau einer effizienten Verwaltung und rechtsstaatlicher Strukturen gehören, müssen traditionelle Interessengruppen überwunden werden. Die Regierung hat erkannt, dass sie diese Agenda zielorientiert abarbeiten muss, wenn sie ihr selbst gestecktes Ziel erreichen will, noch 2005 der Welthandelsorganisation beizutreten.
Vietnam ist Mitglied der Asiatischen Entwicklungsbank sowie Unterzeichner des ASEAN-Freihandelsabkommens.
Geschäftsverkehr
Anzüge werden nur bei sehr formellen Anlässen erwartet. In Geschäftskreisen wird wenig Englisch gesprochen, gute Französischkenntnisse sind nützlicher. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-12.30 und 13.00-16.30 Uhr, Sa 08.00-12.30 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam