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Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:

Stand: 18.04.2006

Aktueller Hinweis:

Die indonesischen Behörden warnen vor der Gefahr, dass der Vulkan "Merapi" - dieser ist ca. 450 km südöstlich von Jakarta gelegen - in den kommenden Tagen ausbrechen könnte. Reisenden in dieser Region wird dringend empfohlen, die örtlichen Medien zu verfolgen und den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.

In Indonesien ist es seit 2002 mehrfach zu Bombenanschlägen islamischer Extremisten gekommen. Am 12. Oktober 2002 kostete ein Anschlag auf eine Diskothek in Bali 202 Menschenleben. Am 5. August 2003 kamen bei einem Anschlag auf das Hotel Marriott in Jakarta 13 Menschen und am 9. September 2004 bei einem Anschlag auf die Australische Botschaft 10 Menschen ums Leben. Dem jüngsten Anschlag vom 01. Oktober 2005 auf Bali fielen 19 Menschen zum Opfer.

Seit dem Anschlag in Bali im Jahre 2002 wurden erhebliche Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben. Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß. Die Anschläge auf Bali bestätigen, dass es in Indonesien Gruppen gibt, die die Fähigkeit und Motivation zur Durchführung von (Selbstmord-) Attentaten besitzen. Mit solchen Anschlägen muß deshalb auch in Zukunft gerechnet werden. Als gefährdet gelten Orte besonders in Jakarta und auf Bali, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen. Die Sicherheitslage in der Provinz Aceh im Norden von Sumatra hat sich mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der indonesischen Regierung und der separatistischen "Bewegung Freies Aceh" verbessert. In einem mehrstufigen Prozess wurden die Waffen der GAM vernichtet und Regierungstruppen abgezogen. Weder der Friedensprozess noch der Wiederaufbau der Provinz werden jedoch in absehbarer zeit abgeschlossen sein. Für Aceh gelten weiterhin besondere Aufenthaltsregeln. Von Touristenreisen nach Aceh wird weiterhin abgeraten. Ethnische, religiöse oder soziale Spannungen haben in einzelnen Landesteilen wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon ist es in jüngster Zeit erneut zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen. In Sulawesi (Region Poso/Zentralsulawesi) kam es zu Anschlägen mit Dutzenden Toten, die offensichtlich religiöse Auseinandersetzungen schüren sollten. Auch in Papua (ehem. Irian Jaya) kann sich die Sicherheitslage plötzlich anspannen. Reisen in diese Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Für Papua gelten besondere Aufenthaltsregeln.. Trekkingtouren, Bergbesteigungen und Tauchgänge sollten nur mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, deren Verlässlichkeit durch Empfehlung vom Hotel oder Reisebüro als sicher gelten kann. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren. Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka ist durch Piraterie gefährdet. Vor illegalem Besitz von Rauschgift ebenso wie vor Mitnahme/Transport oder Aufbewahrung von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts wird eindringlich gewarnt. Bei Rauschgiftdelikten - auch wenn es sich nur um kleine Mengen handelt - drohen langjährige Haftstrafen oder die Todesstrafe. Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. In weiten Landesteilen entspricht die medizinische Versorgung nicht deutschen Standards. Reisende, die sich abseits der großen Ferienzentren aufhalten und sich aufgrund ihrer Konstitution oder Aktivitäten (z.B. Bergsteigen) besonderen Risiken aussetzen, sollten zusätzlichen Versicherungsschutz und Notfalladressen bei sich führen, die im Ernstfall ein schnelle Evakuierung nach Jakarta oder Singapur gewährleisten. Seit dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004, das eine zerstörerische Flutwelle auslöste, ist es an der Westküste Sumatras und den vorgelagerten Inseln wiederholt zu Nachbeben gekommen. Allgemein muss in Indonesien mit tektonischer Aktivität gerechnet werden. Seit dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004, das eine zerstörerische Flutwelle auslöste, ist es an der Westküste Sumatras und den vorgelagerten Inseln wiederholt zu Nachbeben gekommen. Allgemein muss in Indonesien mit tektonischer Aktivität gerechnet werden.

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