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Reise- und Sicherheitsinformationen
Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 03.02.2006
Aktueller Hinweis: In Peru kommt es landesweit immer wieder zu Protestaktionen und Ausschreitungen, die z. T. gewalttätig sind und bisweilen zu längeren Straßenblockaden führen können. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Behinderungen im Vorfeld der Präsidentschafts- und Kongresswahlen am 09. April 2006 zunehmen werden. Desweiteren ist derzeit in einigen Landesteilen (Provinzen) der Ausnahmezustand verfügt, wodurch nicht nur die Reisefreiheit eingeschränkt ist, sondern auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Reisende sollten in Peru die Pressenachrichten verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen, wobei die Provinzen im Ausnahmezustand gemieden werden sollten.
Aktuelle Situation Ausnahmezustand Peru: seit 05/ 2004: Departamento Ayacucho: Provinzen Huanta und La Mar, Departamento Huancavelica: Provinz Tayacaja, Departamento Cusco: Provinz La Convencin, Departamento Junn: Provinzen Satipo, Concepcin (nur Distrikt Andamarca) und Huancayo (nur Distrikt Santo Domingo de Acobamba), zusätzlich seit 12/2005: Departamento Hunuco: Provinzen Maraon, Huaycaybamba, Leoncio Prado, Huamales, Departamento San Martin, Provinz Tocache, Departamento Ucayali, Provinz Padre Abad.
Im Übrigen gilt generell: Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Man sollte also immer aufmerksam und möglichst nicht allein unterwegs sein. Es wird empfohlen, Elendsviertel in Großstädten nicht aufzusuchen und wegen der Verkehrsrisiken auf nächtliche Überlandsfahrten zu verzichten. Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon). Besondere Vorsicht ist angebracht vor Drogenkriminalität. Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet; die Haftbedingungen in peruanischen Gefängnissen entsprechen nicht europäischem Standard. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie schon aus diesem Grund Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einigen Monaten ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert (teilweise unter Anwendung von Gewalt). Wenn sich Nachtfahrten nicht vermeiden lassen, sollten jedenfalls nur die großen und bekannten Buslinien in Anspruch genommen werden, die relative Sicherheit bieten. Auf keinen Fall sollte man bei Überfällen Gegenwehr leisten oder die Täter provozieren.
Hinweise zu den Hauptreisezielen in Peru: Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Küste können mit den beschriebenen Einschränkungen über die gesamte Länge mit privaten PKWs oder öffentlichen Verkehrsmitteln befahren werden. Dies gilt auch für einen "Abstecher" in die Sierra nach Cajamarca, Huars (Callejn de Huaylas) Chanchamayo und Arequipa, einschl. Caon de Colca sowie die Weiterfahrt nach Puno. Mit etwas mehr Risiko verbunden sind die Landstraßen nach Hunuco, Huancayo und Ayacucho. Auf keinen Fall sollte man von Hunuco aus die Strecke Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto bzw. nach Pucallpa benutzen. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch. In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig. Besonders die Pueblos Jovenes (Armenviertel) in den Randgebieten stellen ein erhebliches Risiko dar, sofern Besuche nicht mit einer ortskundig vertrauten Person stattfinden. Cuzco ist im Vergleich zu den letzten Jahren sicherer geworden. 2004 wurde ein digitales Video-Überwachungssystem rund um den Plaza de Armas installiert, um kriminelle Handlungen präventiv vereiteln zu können. Es wird dennoch davor abgeraten, nachts allein zu Fuss durch die Stadt insbesondere durch kleine Nebengassen zu gehen, selbst für kurze Entfernungen sollte man lieber ein Taxi nehmen. Die Anreise nach Iquitos sollte mit dem Flugzeug stattfinden; von Reisen mit Schiffen von Pucallpa oder Yurimaguas wird abgeraten: schlechte hygienische Zustände an Bord und schlechte Verpflegung. In Iquitos sollten Ausflüge in den Urwald grundsätzlich nur bei offiziellen Agenturen gebucht werden, nicht bei informellen Anbietern auf der Strasse. In Arequipa empfiehlt es sich, ein zuverlässiges Telefon-Taxi zu nehmen, da Taxiüberfälle dort in letzter Zeit zugenommen haben.
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