Gesundheit
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Eine Gelbfieberimpfung wird nicht nur bei Einreise aus von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten, sondern auch bei Ausreise dorthin verlangt. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Paraguay. Empfohlen wird eine Gelbfieberimpfung für Reisen in das südöstliche Dreiländereck mit dem Iguaz-Nationalpark.
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Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
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Geringes Malariarisiko der vorherrschenden weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana; 95 %) sowie der gefährlicheren Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica; 5 %) herrscht vor allem zwischen Oktober und Mai in einigen ländlichen Regionen der Departamentos Alto Paran, Caaguaz und Canendiy im Südosten. Im Dreiländereck des Departamento Boquero im Westen sowie entlang des Parana im Grenzgebiet zu Argentinien im Süden besteht nur sehr geringe Ansteckungsgefahr. Alle übrigen Landesteile, die Städte und die Iguau-Fälle gelten als malariafrei. Ausreichenden Schutz bieten langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. Medikation sollte nur in Notfällen in den ländlichen Grenzgebieten angewendet werden.
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Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Wasser ist außerhalb der größeren Städte nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
Vorsichtsmaßnahmen
Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die landesweit vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt v.a. im Sommer im Osten des Landes vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.
Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Die ärztliche Versorgung in der Hauptstadt ist befriedigend, die Botschaft kann in Notfällen Vertrauensärzte, vor allem der Fachrichtungen Kardiologie, Urologie, Gynäkologie, Augen- und Zahnheilkunde nachweisen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung und evtl. Rettungsflugversicherung wird empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.