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Informationen Chile
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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die chilenische Wirtschaft mit ihrer hochentwickelten Industrie und modernem Dienstleistungssektor ist eine der leistungsfähigsten in ganz Lateinamerika. Das auf seine Errungenschaften stolze Chile sieht sich gerne - etwa gegenüber Argentinien, Brasilien und Peru - als wirtschaftliches, stabiles und korruptionsfreies Vorzeigeland der Region. In zahlreichen Bereichen besteht jedoch Nachholbedarf. Dazu zählen die Rechtsprechung und im sozialen Bereich u.a. Mindestlöhne, extreme Ungleichheit zwischen arm und reich sowie Zentralismus und Vernachlässigung der Regionen.
Die Ausfuhr von Rohstoffen und Agrarprodukten wie Metallen, Erzen, Obst, Fisch, Holz und Zellulose erbringt noch immer den Großteil der Exporterlöse. Chile ist der größte Kupferexporteur der Welt und fördert auch Zink, Eisenerz, Molybdän, Mangan, Jod und Lithium. Der Außenhandel erreichte 2003 mit ca. 38 Mrd. US$ 55 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes.
Obwohl Chile Obst und Gemüse nach Nordamerika und Europa exportiert, ist es nicht völlig autark und muss einige Agrarprodukte importieren.
In den letzten 30 Jahren wurde die Industrie ausgebaut und umfasst heute die Stahlindustrie, Öl-, Zement- und Verbrauchsgüterproduktion sowie Schiffbau. Der Dienstleistungssektor entwickelte sich rasch während der vergangenen Jahren, vor allem im Bereich Finanzwesen. 2003 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 6,4%, des Dienstleistungssektors 55,1% und der verarbeitenden Industrie 38,6%.
In den neunziger Jahren konnte Chile ein ständiges Wirtschaftswachstum verzeichnen, die Inflationsrate war niedrig bei hoher Preis- und Währungsstabilität. Die Asienkrise und der Rückgang der Rofstoffpreise führten zu einer Rezession, die die Arbeitslosigkeit 1999 auf über 10% ansteigen ließ. Der konjunkturelle Aufschwung der chilenischen Volkswirtschaft hat seit Ende 2003 Fahrt gewonnen, bleibt aber unter den Wachstumsraten der 90er Jahre.
Kennzeichen der chilenischen Finanzpolitik der vergangenen Jahre sind die Privatisierung staatlicher Betriebe und die kontinuierliche Reduzierung der Zollsätze.
Chile ist Mitglied mehrerer Handels- und Entwicklungsorganisationen, u.a. Mercosur, WTO, IWF, APEC, und hat sich Ende 2003 offiziell um die Mitgliedschaft in der OECD beworben.
Der Außenhandel hat 2003 nach drei Jahren der Stagnation wieder deutlich zugelegt die Exporterfolge 2004 sind geradezu spektakulär. Haupthandelspartner sind die USA, Japan, Großbritannien, Argentinien, Brasilien, Mexiko, Südkorea, Italien, Deutschland und Frankreich.
Geschäftsverkehr
In Geschäftskreisen geht es recht förmlich zu. Pünktlichkeit ist wichtig; zur Begrüßung und zum Abschied gibt man sich die Hand. Visitenkarten werden nach der Vorstellung ausgetauscht. Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate April bis Dezember. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.30 Uhr.
Kontaktadressen
Cmara Chileno-Alemana de Comercio e Industria (Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer)
Postanschrift: P.O. Box Casilla 19, Correo 35, CL-Santiago de Chile
Av. El Bosque Norte 0440 of. 601, CL-Santiago de Chile
Tel: (02) 203 53 20. Fax: (02) 203 53 25.
E-Mail: chileinfo@camchal.com
Internet: www.camchal.com
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
Talstrasse 11, 8001 Zürich, CH-8000 Zürich
Tel: (01) 272 08 52. Fax: (01) 219 79 15.
E-Mail: admin@latcam.ch
Internet: www.latcam.ch
Cmara de Comercio de Santiago de Chile AG (Industrie- und Handelskammer)
Monjitas 392, CL-Santiago de Chile
Tel: (02) 360 70 00. Fax: (02) 633 28 79.
E-Mail: cpn@ccs.cl
Internet: www.ccs.cl
Konferenzen/Tagungen
Informationen und Planungshilfen sind erhältlich bei:
Santiago Convention Bureau
Officina 64, Avenida El Bosque Norte 0140, Las Condes, CL-Santiago
Tel/Fax: (02) 333 80 85, 333 79 77.
E-Mail: info@scb.cl
Internet: www.scb.cl
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