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Informationen Bolivien
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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Trotz zahlreicher Bodenschätze wie Erdgas, Erdöl, Blei, Wolfram, Gold, Silber, Zinn und Antimon hat Bolivien eines der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in ganz Lateinamerika. Am bedeutendsten ist die Zinnproduktion Bolivien ist einer der größten Zinnproduzenten der Welt. Erdöl, Erdgas und Mineralien sind weitere bedeutende Einkommensquellen.
Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Arbeitgeber, die Produktivität war bislang jedoch relativ gering. Haupterzeugnisse sind Soja, Zucker, Kaffee, Holz, Rindfleisch und Häute. Der florierende illegale Koka-Handel ist für zahlreiche Bauern die Haupteinnahmequelle. Die Regierung fördert allerdings mit Unterstützung der USA in verschiedenen Koka-Anbaugebieten den alternativen Anbau von Gewürzen, Obst und Tee, um den Bauern neue Einkommensquellen zu erschließen und den Kokainhandel wirkungsvoll an der Wurzel zu bekämpfen.
Die asiatische Wirtschaftskrise 1998 wirkte sich in Bolivien durch den drastischen Verfall der Rohstoffpreise und dadurch erheblich sinkende Exporterlöse aus. Die Abhängigkeit von Vorproduktimporten, hohe Transportkosten, Infrastrukturengpässe und eine schwache industrielle Basis beeinträchtigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. 1999 betrug das Haushaltsdefizit 3,8%. Im Jahre 2001 betrug das Haushaltsdefizit sogar 6,45%, im Jahre 2002 bereits 8,91%. Im Jahre 2003 ging das Haushaltsdefizit leicht auf 8,16% zurück. Das reale Wirtschaftswachstum betrug 2003 2,25% bei 3,94% Inflation.
1997 wurde Bolivien in die HIPC-Initiative zur Entschuldung hochverschuldeter armer Länder einbezogen. Die durch den Schuldenerlass eingesparten Mittel werden für die Durchführung von Strukturreformen und von ländlichen Entwicklungsprogrammen eingesetzt. 1999 erhielt das Land auch die Zugangsberechtigung zur so genannten erweiterten HIPC-Initiative (HIPC II). Deutschland hat Bolivien am 01.05.2002 im Rahmen von HIPC II seine gesamten, bis zum 01.07.2001 entstandenen Schulden in Höhe von 347 Mio. US$ (einschließlich Zinsen: 361 Mio. US$) erlassen.
Bolivien ist Mitglied der Andengemeinschaft, der La Plata-Gruppe, des Amazonaspaktes und der Rio-Gruppe. Die regionale Wirtschaftsintegration durch Mitgliedschaft in der Mercosur-Freihandelszone hat die wirtschaftliche Position Boliviens gestärkt.
Wichtigste Handelspartner sind die USA, Brasilien, Argentinien und Kolumbien. Die Handelsbilanz Boliviens ist nach wie vor negativ (Stand: 2003).
Geschäftsverkehr
Vorherige Terminabsprachen sind unnötig. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.30-18.00 Uhr.
Kontaktadressen
Deutsch-Bolivianische Industrie- und Handelskammer
Calle 15 de Calacoto 7791, Torre Ketal Of. 311, Casilla 2722, BO-La Paz
Tel: (02) 279 51 51.
E-Mail: info@ahkbol.com
Internet: www.ahkbol.com
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
Talstrasse 11, CH-8001 Zürich
Tel: (01) 272 08 52. Fax: (01) 219 79 15.
E-Mail: admin@latcam.ch
Internet: www.latcam.ch
Cmara Nacional de Industrias
Edif. Cmara Nacional de Comercio, Avenida Mariscal Santa Cruz 1392, Casilla 7, BO-La Paz
Tel: (02) 37 44 77. Fax: (02) 36 27 66.
E-Mail: cni@caoba.entelnel.bo
Internet: www.bolivia-industry.com
Cmara Nacional de Comercio de La Paz
Avenida Mariscal Santa Cruz 1392, Edificio Cmara Nacional de Comercio, Pisos 1 y2, BO-La Paz
Tel: (02) 237 86 06. Fax: (02) 239 10 04
E-Mail: cnc@boliviacomercio.org.bo
Internet: www.boliviacomercio.org.bo
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