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Informationen Vereinigte Arabische Emirate
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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die nationale Wirtschaft basiert auf der Erdöl- und Erdgasförderung, die dem Land insgesamt zu Wohlstand verholfen hat. Die Rohölvorräte der Vereinigten Arabischen Emirate machen einen Anteil von ca. 10% der nachgewiesenen Welt-Erdölreserven und 15% der OPEC-Reserven aus. Obwohl Handel und Dienstleistungen inzwischen mit 43% zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, ist die Förderung von Erdöl und Gas noch die wichtigste Einzelbranche mit 32% Anteil am Bruttoinlandsprodukt (Stand: 2003). Das Land besitzt zudem die weltweit viertgrößten Erdgasvorräte (nach Russland, dem Iran und Katar). Die starke Abhängigkeit der Wirtschaft vom Ölgeschäft trug dazu bei, dass sich dank des hohen Erdölpreises in 2003 eine sehr positive Konjunkturentwicklung abzeichnete und ein Wirtschaftswachstum von 7,8% brachte, das 2004 sogar weit übertroffen wurde. Um 16,7% wuchs 2004 das Bruttoinlandsprodukt auf fast 21 Mrd. Euro.
Die Bevölkerung der Vereinigten Arabischen Emirate genießt, bei relativ geringer Inflation, ein hohes Pro-Kopf-Einkommen. Die Auslandsverschuldung verzeichnete Zuwächse, allerdings handelt es sich bei 90% aller Auslandsschulden um kurzfristige Handelskredite. Exportiert werden Rohöl, Erdgas und Nichterdölprodukte, darüber hinaus beträgt der Anteil der Re-Exporte (insbesondere in den Iran und die GUS-Staaten) rund 36%. Die wichtigsten Einfuhrgüter sind Konsumgüter, Investitionsgüter und Zwischenerzeugnisse. Verbrauchsgüter werden in erster Linie für den heimischen Markt produziert.
Die Landwirtschaft beschränkt sich in diesem klimatisch nicht gerade günstigen Gebiet auf Viehzucht, Fischfang spielt ebenso eine Rolle. Die Importe kommen überwiegend aus Japan, Großbritannien, den USA und Deutschland. Bedeutende Handelspartner im Exportgeschäft sind Japan, Südkorea, Indien und Singapur. Für Deutschland sind die Vereinigten Arabischen Emirate nach Saudi-Arabien der wichtigste Handelspartner in der arabischen Welt. Die deutschen Exporte in das Land stiegen 2003 um 5,5% auf 3,23 Mrd. €. Sie haben sich seit 1996 mehr als verdoppelt.
Die wirtschaftliche Entwicklung konzentriert sich vornehmlich auf die zwei finanzstärksten der insgesamt sieben Emirate, Abu Dhabi und Dubai, die zudem 50% ihrer Öleinnahmen zur Finanzierung des Bundeshaushalts bereitstellen. Von Bedeutung sind diese zwei Emirate auch bei der Finanzierung von Bundesprojekten, die sie vielfach direkt finanzieren. Das Wirtschaftssystem ist marktwirtschaftlich orientiert, allerdings mit der Einschränkung, dass wichtige Rechte, wie z. B. das Grunderwerbsrecht, den Staatsangehörigen der Vereinigten Arabischen Emirate vorbehalten sind. Eine weitreichende Privatisierung, die bislang bereits vor allem im Dienstleistungssektor umgesetzt werden konnte, wird angestrebt, um unter anderem den Staatssektor zu entlasten und die Wirtschaft zu beleben.
Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden in den letzten Jahren bei ausländischen Touristen zunehmend beliebter. Inzwischen ist der Fremdenverkehr neben dem Ölgeschäft das wichtigste Standbein der Wirtschaft. Das Geschäft mit dem Tourismus wird zurzeit noch weiter vorangetrieben: Unter anderem werden gigantische Hotelprojekte realisiert, die größte Indoor-Skianlage der Welt soll in der Wüste von Dubai entstehen und vor der Küste Dubais sollen 223 künstliche Inseln in Form der Weltkarte aufgeschüttet werden. Außerdem werden das Unterwasserhotel Hydropolis und die größte Chinatown der Welt gebaut.
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Mitglied der OPEC und des Kooperationsrates der Arabischen Golfstaaten, der sich jüngst verstärkt der Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit widmet.
Geschäftsverkehr
Vorherige Terminvereinbarung ist empfehlenswert. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Geschäftstreffen sind nicht ganz so förmlich wie in Europa. Mündliche Geschäftsabsprachen haben Geltung. Visitenkarten sollten auf einer Seite auf Englisch und auf der anderen Seite auf Arabisch sein. Englisch wird in Geschäftskreisen viel gesprochen, Dolmetscher sind jedoch ebenfalls vorhanden. Geschäftszeiten: Sa-Mi 08.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr, Do 07.00-12.00 Uhr. Behörden: Sommer: Sa-Do 07.00-13.00 Uhr. Winter: Sa-Mi 07.30-13.30 Uhr, Do 07.30-12.00 Uhr. Während des Ramadan haben Büros nachmittags geschlossen.
Kontaktadressen
Government of Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing
Bockenheimer Landstraße 23, D-60325 Frankfurt/M.
Tel: (069) 710 00 20. Fax: (069) 71 00 02 34.
E-Mail: dtcm_ge@dubaitourism.ae
Internet: www.dubaitourism.ae
Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, 1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59.
E-Mail: headoffice@aacc.at
Internet: www.aacc.at
Federation of UAE Chambers of Commerce & Industry
PO Box 3014, Abu Dhabi
Tel: (02) 621 41 44. Fax: (02) 633 92 10.
Internet: www.fcci.gov.ae (im Aufbau)
Dubai Chamber of Commerce & Industry
PO Box 1457, Dubai
Tel: (04) 228 00 00. Fax: (04) 221 16 46.
E-Mail: dcciinfo@dcci.org
Internet: www.dcci.org
Daneben hat jedes Emirat seine eigene Handelskammer.
Konferenzen/Tagungen
Die meisten guten Hotels bieten Tagungseinrichtungen. Das Dubai International Congress Centre bietet Platz für mehr als 10.000 Konferenzteilnehmer. Im World Trade Centre werden zahlreiche Veranstaltungen abgehalten, einschl. Autorallyes und Tennisturniere. Weitere Informationen erteilt das Government of Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing (s. Adressen).
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