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Informationen Syrien
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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die Landwirtschaft, der Handel und die Erdölgewinnung sind Syriens wichtigste wirtschaftliche Standbeine. Mit 60-70% der Exporteinnahmen hat Erdöl den größten wirtschaftlichen Stellenwert. Ein Drittel der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, in der als Hauptexporterzeugnis Baumwolle und Weizen angebaut werden; Gerste, Obst und Gemüse werden in erster Linie für den Eigenbedarf angebaut. Die Landwirtschaft hat einen Anteil von 29% am Bruttoinlandsprodukt (BIP) (Stand: 2003).
2003 war geprägt durch regionalpolitische Unsicherheiten, welche der Irak-Krieg mit sich brachte. Dank der kurzen Dauer des organisierten Krieges stabilisierte sich die internationale Lage zwar wieder, aber auf tiefem Niveau. Das Wirtschaftswachstum fiel 2003 auf schätzungsweise 0,6% zurück. 2001 lag das Wachstum noch bei 3,5% und 2002 bei 4,5%. Mitte 2004 erließ die USA Wirtschaftssanktionen gegen Syrien. Die Auswirkungen sind angesichts des geringen amerikanisch-syrischen Handelsvolumen mäßig, aber die indirekten Auswirkungen könnten sich mittel- und langfristig als gravierend erweisen. Das geplante Assoziationsabkommen mit der EU wird derzeit von drei EU-Ländern blokiert. Das EU-Assoziationsabkommen kann als syrischer Reformplan schlechthin betrachtet werden. Solange die Blockade bestehen bleibt, wird die syrische Wirtschaftsreform nur im Schneckentempo vorankommen.
Zehn Jahre nach dem Beginn eines schrittweisen Liberalisierungsprozesses ist Syrien noch immer stark geprägt vom sozialistischen Staats- und Wirtschaftsmodell. Privatisierungen werden offiziell und explizit ausgeschlossen.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind die bedeutendsten Handelspartner Syriens. Mehr als 30% der Exporte gehen dorthin, nur 15% in die arabischen Staaten. Auf der Importseite sind Deutschland, Italien und Frankreich die wichtigsten Lieferanten. Die wichtigsten Ausfuhrgüter Syriens (rund zwei Drittel der Gesamtexporte) sind Erdöl und Erdölprodukte, daneben Nahrungsmittel, Textilien und Bekleidung. Die Haupteinfuhrgüter sind Maschinen und Ausrüstungen, Metalle und Metallerzeugnisse, Kraftfahrzeuge, Nahrungsmittel und chemische Produkte.
Geschäftsverkehr
Anzug bzw. Kostüm sind angemessen. Fast alle Geschäftsleute sprechen Französisch oder Englisch. Terminvereinbarungen sind erforderlich. Visitenkarten sind erwünscht, wenn möglich mit arabischer Übersetzung auf der Rückseite. Geschäftliche Unterredungen werden in arabischen Ländern häufig mit mehreren Partnern gleichzeitig abgehalten. Gute Dolmetscher sind schwer zu finden. Geschäftszeiten: Sa-Do 08.30-14.30 Uhr. Regierungsämter, Banken und muslimische Firmen haben freitags geschlossen, dafür sonntags geöffnet; christliche Firmen haben freitags geöffnet und sonntags geschlossen. Während des Fastenmonats Ramadan öffnen Regierungsämter eine Stunde später, alles geht langsamer vonstatten.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Syrischen Botschaft
Rauchstr. 25, D-10787 Berlin
Tel: (030) 50 17 70. Fax: (030) 50 17 73 11.
Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, 1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59.
E-Mail: headoffice@aacc.at
Internet: www.aacc.at
Damascus Chamber of Commerce (Handelskammer)
BP 1040, Rue Mouawiah, Damaskus
Tel: (011) 221 13 39. Fax: (011) 222 58 74.
E-Mail: dcc@net.sy
Internet: www.dcc-sy.com
Federation of Syrian Chambers of Commerce
Mousa Bin Nosair St., P.O. Box 5909 Damaskus
Tel: (011) 333 73 44. Fax: (011) 333 11 27.
E-Mail: fscc@fedcommsyr.org
Internet: www.fedcommsyr.org
Konferenzen/Tagungen
Einige Hotels haben Konferenzeinrichtungen: The Sheraton, Cham Palace und Ebla-Cham in Damaskus, Shahba-Cham in Aleppo, das Cote d'Azure in Lattakia und das Apamee-Cham in Hama.
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