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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Entgegen den als extrem schwerwiegend prophezeiten Auswirkungen des Krieges im Irak hat Jordanien im Jahr 2003 seine wirtschaftlichen Fortschritte - nicht zuletzt dank großzügiger amerikanischer Unterstützung - gegenüber dem Vorjahr gut halten können. Von einem leicht schlechteren Budgetdefizit und einem verlangsamten Wachstum abgesehen, haben sich die meisten Wirtschaftsindikatoren verbessert. Die Wachstumsrate lag 2003 bei fast 4%. Dennoch scheint immer noch kein positiver Impuls auf die seit Jahren auf hohem Niveau verharrende Arbeitslosenrate und auf eine spürbare Verminderung der Armut auszugehen.
Die Landwirtschaft hat sich nie ganz von dem Verlust des Westjordanlands nach dem Sechstagekrieg (1967) erholt, der die Einbuße von 80% des Obstanbaugebiets und beträchtlicher Exporteinnahmen bedeutete. In dem verbleibenden Gebiet Ostjordanland gibt es nur wenig Agrarland; angebaut werden hauptsächlich Tomaten, Zitrusfrüchte, Oliven, Feigen, Gurken, Wassermelonen, Auberginen, Gerste und Weizen.
Der Dienstleistungssektor steuert den Großteil, nämlich über zwei Drittel (67%, Stand: 2003), zum Bruttoinlandsprodukt bei. Neben dem Tourismus spielen Groß- und Einzelhandel, Finanzdienstleistungen sowie Transporte eine wichtige Rolle. Der Tourismus - die wichtigste Branche neben dem Baugewerbe - überwindet jedoch nur allmählich die regionalpolitisch bedingten Rückschläge der vergangenen Jahre.
Die am längsten existierenden Industriezweige sind die Phosphatgewinnung und die Herstellung von Pottasche im Gebiet des Toten Meeres. Daneben werden u. a. Farben, Plastik und Zement produziert. Die Suche nach Erdölvorkommen verlief bisher erfolglos. In der krisengeschüttelten Golfregion verdankte Jordanien seiner politischen Stabilität umfassende internationale Finanzhilfe, seine proirakische Haltung während des Golfkrieges 1991 hatte dem Land allerdings geschadet, vor allem den zuvor guten Beziehungen zu Saudi-Arabien.
Jordanien gehört verschiedenen pan-Arabischen Wirtschaftsorganisationen an, unter anderem dem Council of Arab Economic Co-operation und dem Arab Monetary Fund. 2000 trat Jordanien der Welthandelsorganisation (WTO) bei. 2002 traten die Abkommen mit der EU und der EFTA in Kraft. Gemäß dem mit den USA abgeschlossenen Freihandelsabkommen werden die Zollabgaben bis Januar 2010 vollständig abgebaut.
Jordanien importiert Produkte aus dem Irak, den USA und Deutschland und exportiert vor allem in den Irak, nach Saudi-Arabien und Indien.
Geschäftsverkehr
In Geschäftskreisen wird in der Regel Englisch gesprochen. Es empfiehlt sich, Freitagstermine zu vermeiden und einen Vorrat an Visitenkarten mitzunehmen. Geschäftszeiten: Sa-Do 08.00-17.00 Uhr. Behörden: Sa-Do 08.00-14.00 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft von Jordanien
Heerstraße 201, D-13595 Berlin
Tel: (030) 369 96 00. Fax: (030) 36 99 60 11.
Internet: www.jordanembassy.de
Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V.
Garnisonskirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70. Fax: (030) 27 89 07 49.
E-Mail: info@ghorfa.de
Internet: http://ghorfa.net
Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59.
E-Mail: headoffice@aacc.at
Internet: www.aacc.at
Amman Chamber of Industry (ACI)
2nd Circle, JO-Amman
Tel: (06) 464 30 01. Fax: (06) 464 78 52.
E-Mail: aci@aci.org.jo
Internet: www.aci.org.jo
Federation of Jordanian Chambers of Commerce (FJCC)
Das Kongresszentrum King Hussein Bin Talal Convention Centre liegt ca. 40 km vor Amman und 65 km vom internationalen Flughafen Queen Alila entfernt. Am Toten Meer ist ein neues Kongresszentrum (Internet: www.micejordan.com) eröffnet worden.