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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Israel hat eine vielfältige und moderne Fertigungsindustrie, die sich in vieler Hinsicht mit Westeuropa messen kann (1997 wurde Israel in der Klassifikation des Internationalen Währungsfonds von einem Entwicklungsland zu einer Industrienation heraufgestuft). Der Rohstoffmangel macht der Wirtschaft jedoch zu schaffen, und man ist auf teure Importe angewiesen; zudem sind Verteidigungsausgaben besonders hoch. Dem gegenüber stehen hohe Subventionen der USA (ca. 5 Milliarden US-Dollar jährlich). In den achtziger Jahren steckte Israel in einer tiefen Wirtschaftskrise, die zu einer Inflationsrate von 1000% und fast zum Zusammenbruch des Shekels führte. Mit Hilfe eines drastischen Sparprogramms, das zu Beginn der neunziger Jahre eingeleitet und von Deregulierungsmaßnahmen sowie Privatisierungen begleitet wurde, hat sich die Wirtschaft allmählich erholt. Die Landwirtschaft hat einen relativ geringen Anteil am Volkseinkommen (ca. 4,2% des Bruttosozialprodukts); in erster Linie werden Obst (vor allem Zitrusfrüchte) und Gemüse angebaut, jedoch auch Baumwolle. Der Industriesektor stützt sich vor allem auf Maschinenbau, Flugzeugbau, Elektro- und chemische Industrie, Baustoffe, Textilien und Lebensmittelverarbeitung. Die relativ unbedeutende Bergbauindustrie soll in naher Zukunft expandiert werden, vor allem die Gewinnung von Pottasche und Brom. In geringerem Umfang wird auch Erdöl gefördert. Die hohen Investitionen der Touristikindustrie machen sich bezahlt; dieser Wirtschaftszweig hat einen langsamen, aber steten Zuwachs zu verzeichnen. Die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr beliefen sich 1996 auf rund 2771 Mio. US$. Israel hat Handelsabkommen mit der EU und den USA, die auch der Haupthandelspartner sind. Exportmärkte sind die USA und Großbritannien, Japan und Deutschland. Importwaren werden vor allem von den USA, Belgien und Deutschland bezogen.

Geschäftsverkehr

Terminvereinbarungen und Visitenkarten werden erwartet. Die Einstellung zur Pünktlichkeit ist recht großzügig; es ist nicht unüblich, eine halbe Stunde zu warten. Die üblichen Höflichkeitsformen gelten, Geschäftstreffen sind jedoch oft weniger förmlich als in Westeuropa, und definitive Antworten auf direkte Fragen lassen manchmal auf sich warten.

Kontaktadressen

Trade Center des Staates Israel, Auguste-Viktoria-Straße 74, D-14195 Berlin. Tel: (030) 89 04 51 05. Fax: (030) 89 04 55 55. (E-Mail: munich@tradecenter-israel.de; Internet: www.tradecenter-israel.de)

Handelsabteilung der Botschaft von Israel, Anton-Frank-Gasse 20, A-1180 Wien. Tel: (01) 47 64 65 04. Fax: (01) 47 64 65 76. (E-Mail: isrtrade@telecom.at)

Handelskammer Schweiz-Israel, Weinbergstraße 95, CH-8035 Zürich. Tel: (01) 362 16 16. Fax: (01) 363 75 55.

Federation of Israeli Chambers of Commerce, PO Box 6001, 84 Hahashmonaim Street, IL-Tel Aviv 61200. Tel: (03) 563 10 10. Fax: (03) 561 90 27. (Internet: www.chamber.org.il)

Konferenzen/Tagungen

Jährlich finden 150 Tagungen mit 50.000 Delegierten statt. Zusätzlich zu den Hotels und Tagungszentren in Jerusalem und Tel Aviv kann man in manchen Kibbuzim Tagungen veranstalten. Einzelheiten, auch über Incentive-Reisen, vom Israelischen Verkehrsbüro oder dem Jerusalem International Convention Centre (JICC), 1 Shazar Boulevard, PO Box 6001, IL-Jerusalem 91060. Tel: (02) 655 85 58. Fax: (02) 538 30 64. (E-Mail: infoicc@iccjer.co.il; Internet: www.iccjer.co.il)

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