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Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:

Stand: 13.04.2006

Die Sicherheitslage in Israel und vor allem in den Palästinensischen Gebieten bleibt weiterhin angespannt. Vor Ort befindliche Personen in Israel und den Palästinensischen Gebieten werden daher zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt.



Im Einzelnen:



Israel



Bei Reisen nach Israel muss weiterhin der Sicherheitslage Rechnung getragen werden. In Israel (innerhalb der Grenzen vom 01.06.67) besteht jederzeit und besonders in Städten die Gefahr von Anschlägen, insbesondere Selbstmordattentaten. Die Anschläge richteten sich in der Vergangenheit insbesondere gegen öffentliche Verkehrsmittel (insb. Linienbusse) und öffentliche Orte mit hohen Besucherzahlen einschl. Einkaufszentren, Restaurants und Diskotheken. Auch Ausländer waren Opfer von Anschlägen. Daher wird höchste Vorsicht empfohlen. In der Nähe des Gaza-Streifens besteht zudem Gefahr durch den Einschlag von Raketen mit kurzer Reichweite. Den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte ist auf jeden Fall Folge zu leisten Im Grenzgebiet zum Libanon kann es immer wieder zu militärischen Zwischenfällen und Raketenbeschuss kommen, wie zuletzt im Dezember 2005. Bei Reisen in diese Gebiete ist daher besondere Vorsicht geboten. Drachen- und Gleitschirmflüge sollten in diesem Gebiet wegen der Gefahr einer unbeabsichtigten Grenzüberquerung grundsätzlich unterbleiben. In unmittelbarer Nähe der neu errichteten bzw. im Bau befindlichen Sperranlage zwischen Israel und der Westbank kommt es immer wieder zu Demonstrationen. In ihrer Umgebung wird zu besonderer Vorsicht geraten. Bei den Grenzübergängen von Eilat nach Ägypten (Taba) und Jordanien (Arava), sowie den Grenzstationen Sheikh Hussein von Israel nach Jordanien und Allenby Bridge von der Westbank nach Jordanien kann es immer wieder zu kurzzeitigen Schließungen bzw. einer Verkürzung der Öffnungszeiten kommen. Der Übergang nach Gaza ist nur mit Ausnahmegenehmigung und dann nur über den Kontrollpunkt Erez möglich. Es wird empfohlen, vor Ort zeitnah Erkundigungen über die Öffnung einzuholen. In Jerusalem wird auf Grund der angespannten Situation zu besonderer Vorsicht geraten. Öffentliche Verkehrsmittel, ebenso wie öffentliche Orte mit hohen Besucherzahlen einschl. Restaurants, waren in der Vergangenheit Ziele von Anschlägen in der Stadt. Von Besuchen in der Nähe des Tempelbergs an Freitagen wird abgeraten. Bei Altstadtbesuchen wird zu genereller Vorsicht insbesondere an islamischen und jüdischen Feiertagen - geraten. Ortskundige Begleitung wird empfohlen.



Palästinensische Gebiete



Reisewarnung

Aktuell: Die Operation gegen ein palästinensisches Gefängnis in Jericho durch israelisches Militär am 14.03.2006 war Auslöser für Proteste und Gewalttaten im Gazastreifen und in der Westbank, die sich gezielt gegen westliche Ausländer richten. Am 14.03. wurden mehrere Ausländer entführt und westliche Einrichtungen angegriffen. Zudem besteht eine Gefährdung für Staatsangehörige aus EU-Mitgliedstaaten aufgrund der Unruhen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed fort. Am 02.02.06 wurde ein deutscher Staatsangehöriger in Nablus entführt. Er wurde kurz darauf wieder frei gelassen . Die EU-Vertretung in Gaza ist vorübergehend geschlossen. Vor Reisen in den Gaza-Streifen wird dringend gewarnt. Wer trotzdem reist, muss mit einer Gefährdung durch terroristische Anschläge und Entführungen rechnen. Zwischen dem 04. und 06.02.2006 waren aufgrund der Proteste gegen die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed die Vertretungen der Europäischen Union und Deutschlands in Gaza-Stadt Ziel von Übergriffen bewaffneter Gruppen. Nach der Operation gegen ein palästinensisches Gefängnis in Jericho durch israelisches Militär steckten am 14.03.2006 Bewaffnete das britische Kulturinstitut in Gaza-Stadt in Brand und entführten mehrere Ausländer, unter anderem aus einem Hotel. Deutschen waren nicht betroffen. Entführungsdrohungen können sich jedoch auch gegen Deutsche richten. Auch nach dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen kann es zur Schließung von Grenzübergängen und einem Ausreiseverbot auch für Ausländer kommen. In solchen Fällen sind die Botschaft Tel Aviv oder das Vertretungsbüro Ramallah außerstande, den Reisenden die Ausreise zu ermöglichen. Die Ein- und Ausreise über den Grenzübergang Rafah ist für Touristen nicht möglich. Von Reisen in die Westbank wird grundsätzlich abgeraten. Auf Straßen in der Westbank ist es vereinzelt zu Schüssen auf vorbeifahrende Fahrzeuge gekommen. Die Städte Jenin, Nablus, Hebron und Tulkarem sollten völlig gemieden werden. Für die gesamte Westbank wird aufgrund von Entführungen von Ausländern in mehreren Städten nach der Operation gegen ein palästinensisches Gefängnis in Jericho durch israelisches Militär am 14.03.2006 zu höchster Vorsicht geraten. Generell gilt, dass Reisen in und eine Ausreise aus den Palästinensischen Gebieten (Westbank und Gaza-Streifen) auch mit Unterstützung der Deutschen Botschaft Tel Aviv und des Vertretungsbüros in Ramallah nicht sichergestellt werden können. Die Mitarbeiter des Vertretungsbüros Ramallah können bei Sperrung der Stadt, die in der Regel sehr kurzfristig erfolgt, dort nicht erreichbar sein. In diesem Fall wird auf dem Anrufbeantworter des Büros eine Telefonnummer angegeben, unter der Mitarbeiter zu erreichen sind. Außerhalb der Dienstzeiten können Sie in dringenden Fällen den Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 0599-656.000 erreichen.

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