Gesundheit
Anmerkung
Über die medizinischen Möglichkeiten im Irak liegen wenig verlässliche Fachinformationen vor. Deshalb wird auf der Basis der derzeit sicher schwierigen medizinischen Versorgung dort im Zweifel eher zu Impfungen und auch zu einer weitergehenden Vorsicht geraten, als sie evtl. bei optimaler Datenlage notwendig wäre.
Gesundheit
Nein
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Nein
Ja
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Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen.
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Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch,v.a. in den Gebieten Anbar, Babel, Baghdad, Basrah, Diala, Kerbala, Misan, Muthana, Najaf, Ninewa, Qadissiya, Salahudin, Tameem, Thi Qar, Wasit. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3]
Mittleres Malariarisiko in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 m im Norden in den Provinzen Duhok, Erbil, Kirkuk, Ninawa, Sulaimaniya und Ta'min, sowie im Süden in der Provinz Basrah; geringes bzw. kein Risiko in den übrigen Landesteilen und Städten. Die weniger gefährliche Malariaart Plasmodium vivax herrscht vor. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation unter 1500 m.
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Wegen der erhöhten Gefahr von Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
Vorsichtsmaßnahmen
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Die Hautleishmaniose tritt landesweit auf, insbesondere in den zentralen Landesteilen und in der Umgebung von Bagdad. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Kala Azar tritt vereinzelt auf. Empfehlenswert ist ein wirksamer Insektenschutz.
Hepatitis A kommt vor, Hepatitis B ist endemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und Kindern und Jugendlichen auch gegen Heptitis B.
Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung ist unzureichend. Ärztliche Behandlungen oder Krankenhausaufenthalte sind sofort in bar zu bezahlen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird daher dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
HIV-Test
Alle Reisenden, die länger als 5 Tage im Land bleiben, müssen einen negativen HIV- und Syphilis-Test vorlegen, der innerhalb von 3 Monaten vor Einreise erstellt wurde. Das Zeugnis muss vom Gesundheitsamt abgestempelt und von der irakischen Vertretung legalisiert sein. Alternativ kann der Reisende die Untersuchung innerhalb von 5 Tagen im Land, z.B. in Baghdad in den Krankhenhäusern Al Kindi, Al Kerama und El Kadhiniya, sowie außerhalb der Hauptstadt in den staatlichen Gesundheitszentren vornehmen lassen. Bei Nichtbeachtung droht Gefängnisstrafe. Ausgenommen von dieser Regelung sind Personen, die von staatlichen Stellen eingeladen wurden und nicht länger als 15 Tage im Land bleiben, Kinder unter 12 Jahren, die keine Bluter sind und/oder keine Transfusionen erhalten haben, Personen über 65 Jahre, Diplomaten und Mitglieder internationaler Organisationen in offizieller Mission einschließlich ihrer Familienangehörigen. Über die Anwendung der bisher geltenden Gesundheitsvorschriften bezüglich eines HIV-Testes bei der Einreise gibt es in der Praxis keine Erfahrungen. Reisende, die HIV-positiv, an Tuberkulose, Syphilis oder Lepra erkrankt sind, werden aus dem Irak ausgewiesen. Erkundigen Sie sich vor Ausreise nach dem aktuellen Stand.