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» Küche, Nachtleben, Einkaufstipps Armenien

Sozialprofil

Essen & Trinken

In Armenien zeichnet sich wieder eine Cafe- und Restaurantkultur ab. Viele Cafes befinden sich in Parkanlagen und sind bei Touristen und Einheimischen besonders im Sommer beliebt. Gegrilltes Kalbfleisch und Lammsuppe mit Pinienkernen gehören zu den Spezialitäten der armenischen Küche. Lammfleisch ist traditionell Bestandteil vieler armenischer Gerichte und wird oft gegrillt oder als Schaschlik mit Fladenbrot serviert. Lamm wird auch als Suppengrundlage verwendet, vor allem in der Bozbash, die in unzähligen Variationen auftritt, oder als Eintopf, oft zusammen mit Obst und Nüssen. Eine Mahlzeit fängt oft mit einer großen Platte kalter Vorspeisen an, darunter mit Reis und Fleisch gefüllte Paprikaschoten und Weinblätter, eingelegtes und frisches Gemüse, salziger weißer Schafskäse, der mit frischen grünen Kräutern und Fladenbrot gegessen wird, sowie verschiedene Sorten Basturma (Pökelfleisch). Getrockneten Aprikosen aus dem Kaukasus werden fast magische gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Eine weitere Nachtisch-Spezialität wird aus eingedicktem Traubensaft hergestellt: dieser wird in verfestigter Form zusammen mit Nüssen gegessen. Die Ischkan-Forelle aus dem Sevan-See wird als besondere Delikatesse gepriesen, sie ist heute allerdings nur noch selten erhältlich. Getränke: Die Produktion von armenischem Wein und Weinbrand wurde in den achtziger Jahren im Zuge von Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne stark eingeschränkt. Einheimische erzählen Besuchern aber heute noch gern, dass Winston Churchill armenischen Weinbrand dem französischen vorzog, nachdem er ihn auf der Jalta-Konferenz erstmalig gekostet hatte. Nach der Traubenernte wird in Armenien an zahlreichen Straßenständen sprudelnder, leicht fermentierter Traubensaft verkauft. Kaffee wird stark, schwarz und in kleinen Tassen angeboten.

Nachtleben

Es gibt zahlreiche Restaurants und Nachtclubs in Jerewan, sowie eine große Konzerthalle, ein Opernhaus und Kammermusikhalle und mehrere Theaterhäuser. Opern- und Musikaufführungen sind von hohem internationalen Rang und Eintrittskarten sind preisgünstig. Das armenische Philharmonische Orchester und das 1997 gegründete armenische Kammerorchester gastieren regelmäßig in Jerewan und anderen Städten. Es gibt mehrere Musikensembles, die sich auf traditionelle armenische Volksmusik, -gesang, und -tanz spezialisieren.

Einkaufstipps

Obwohl sich die armenische Wirtschaft erst langsam entwickelt, werden laufend neue Geschäfte eröffnet. Diverse Kunstgewerbeartikel aus Seide, Keramik und Holz sowie Gemälde werden in Jerewaner Galerien verkauft. Antiquitäten wie Ikonen, Läufer und Teppiche sind sehr teuer und können nur mit einer besonderen Genehmigung exportiert werden. Diese erhält man nur, wenn der Kauf in einem offiziellen Laden und nicht auf einem Markt oder von einer Privatperson getätigt wurde. Waren aller Art werden am Vernisaj-Flohmarkt in Jerewan angeboten, der bei Touristen sehr beliebt ist. Die Einkaufszeiten der Geschäfte sind von 09.00-18.00 Uhr, im Sommer haben die meisten Läden länger geöffnet.

Land & Leute

Das gesellschaftliche Leben spielt sich im eigenen Heim ab, Einladungen werden gern ausgesprochen. Armenier sind großzügig und gastfreundlich. Gästen werden trotz aller Knappheit üppige Mahlzeiten vorgesetzt, und ein ums andere Mal werden die Gläser auf das Wohl der Gäste geleert. Eine kleine Aufmerksamkeit wie Blumen, Schokolade oder eine Flasche Importwein wird gern gesehen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Visitenkarten werden nicht nur bei geschäftlichen Treffen, sondern generell auch häufig bei der ersten Begegnung mit jemandem überreicht. Die Gespräche kreisen zwangsläufig um die Politik, jedoch ist Zurückhaltung angebracht. Angesichts der steigenden Kriminalität sollte man Wertgegenstände nicht zur Schau stellen. Trinkgeld: Das Personal in Restaurants erwartet Trinkgeld, zum Teil schon im Voraus. Fahrpreise in Taxis sollten grundsätzlich vor der Abfahrt vereinbart werden. Es ist ratsam, sich im Voraus über die üblichen Tarife zu informieren. Gleiches gilt für Marktstände usw.

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