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Reise- und Sicherheitsinformationen
Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 31.03.2006
Die Sicherheitslage in Guatemala muss mittlerweile insbesondere für Individualreisende als gefährlich eingestuft werden. Überlandbusse werden in zunehmendem Maße überfallen, wobei es häufig sowohl zu Vergewaltigungen als auch zu Schusswechseln mit der Konsequenz verletzter oder getöteter Mitreisender kommt.
Die Sicherheitslage ist insgesamt geprägt von einem hohen Niveau an Gewaltkriminalität. Im Jahr 2005 fielen über 6.000 Menschen Gewalttaten mit Todesfolge zum Opfer. Neben der Allgemeinkriminalität zuzuordnenden Gewalttaten stehen diese häufig in Verbindung mit sich gegenseitig bekämpfenden Jugendbanden ("Maras") oder mit Auseinandersetzungen im Bereich der organisierten Kriminalität (Drogenmilieu).
Beim Verlassen der Hauptstraßen besteht eine erhöhte Gefahr von Überfällen bewaffneter Banden auf Fahrzeuge aller Art. Vor Reisen nach Einbruch der Dunkelheit wird generell gewarnt.
In der Umgebung von Antigua und in Antigua selbst ist erhöhte Vorsicht geboten! Insbesondere in der Osterwoche muss mit einem Anstieg von Übergriffen auf Touristen gerechnet werden.
Insbesondere in der Umgebung von Antigua und in der Hauptstadt ist mit Überfällen von Jugendbanden zu rechnen. Dabei verlagern sich in Guatemala-Stadt die Aktivitäten der Banden inzwischen auch auf die wohlhabenderen Wohnviertel.
Der Flugplatz " La Aurora" in Guatemala- Stadt wird derzeit umgebaut. Das dortige Chaos führt zu einem Anstieg von Diebstählen. Auch werden immer häufiger Taxis mit Touristen auf der Fahrt stadteinwärts kurz nach Verlassen des Flughafens überfallen
Der Besitz von Schuss- und Stichwaffen ist weit verbreitet, die Hemmschwelle zum Waffengebrauch niedrig. Im Falle eines Überfalles wird geraten, keinen Widerstand zu leisten.
Reisende sollten angesichts dieses Risikos die südliche Seite des Atitln-Sees und die "alte" Straße von Panajachel (über Patzn) nach Guatemala meiden, im übrigen auch alle Seitenstraßen der CA-1 im Department Solol. Vorsicht bei Wanderungen um den Atiln-See. Erhöhte Gefahr besteht auf der Strecke zwischen Guatemala-Stadt und San Salvador sowie auf der Strecke zwischen Antigua und Guatemala-Stadt und auf Reisen in Touristenbussen, die als solche erkennbar sind.
Die Straße zwischen Guatemala- Stadt und der Atlantikküste wurde mehrfach Schauplatz brutaler Überfälle auf Touristen. Frauen wurden dabei verstärkt Opfer sexueller Übergriffe.
Die hierfür verantwortliche Bande operiert gelegentlich auch auf der Strecke zwischen Escuintla-Richtung Mexiko.
Auch in den Touristenzentren von Chichicastenango, Panajachel, den ländlichen Gegenden des nördlichen Quich (Nebaj)sowie der Departements Huehuetenango und Petn ist ein erhöhtes Risiko gegeben. In Antigua häufen sich die Überfälle auf Touristen. Insbesondere in den Abendstunden sollten Sie daher nicht mehr allein auf die Straße gehen. Äußerste Vorsicht ist geboten bei der Besichtigung der Ruinen von Sayaxch/ Dept. Petn. In der Maya-Ruinen-Stätte Tikal (Petn), insbesondere in der Nähe abseits gelegener Tempelanlagen kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Gewaltverbrechen.
Vulkane sollten nur mit landeskundiger Begleitung und/oder in Gruppen bestiegen werden. Bei der guatemaltekischen Tourismusbehörde INGUAT (Tel.: 0052 - 2421 2810) kann hierfür Polizeischutz angefordert werden.
Innenpolitische Unruhen sind ebenso wenig auszuschließen. Ohne oder mit wenig zeitlicher Vorwarnung können an neuralgischen Punkten landesweit Blockaden errichtet werden.
Es wird angeregt, Reisedokumente (Pässe, Flugtickets u.ä.) an einem sicheren Platz (z.B. im Hotelsafe) aufzubewahren und Kopien der wichtigsten Unterlagen (Pass, Tickets etc.) zu fertigen, um sich ausweisen zu können.