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Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:

Stand: 13.04.2006

Aktueller Hinweis:

Das Auswärtige Amt rät vor dem Hintergrund der jüngsten Gewalthandlungen bis auf weiteres generell von Reisen nach Jaffna, Trincomalee und Batticaloa ab!

Die Sicherheitslage in Sri Lanka ist seit der Ermordung von Außenminister Kadirgamar am 12.8.05 angespannt. Insbesondere im Norden, Osten und Südosten (Jaffna bis Arucam Bay) hatte sich die Sicherheitslage nach den Präsidentschaftswahlen im November 2005 weiter erheblich verschlechtert. Gewaltsame Auseinandersetzungen und politisch motivierte Attentate zwischen verschiedenen ethnischen, politischen oder religiösen Gruppen gehörten noch im Januar 2006 zur Tagesordnung.

Ausländer sind in aller Regel zwar nicht das Ziel solcher Gewalthandlungen, können aber bei zunehmender Gewaltbereitschaft leicht zufälliges Opfer von Attentaten oder Anschlägen werden.

Nachdem Regierung und LTTE sich im Januar 2006 auf neue Gespräche über eine wirksamere Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens geeinigt hatten, hat sich die Lage wieder etwas entspannt. Erste Gespräche fanden im Februar 2006 in Genf statt, weitere Gespräche sind für Ende April 2006 geplant. Es ist noch nicht absehbar, ob die sich seit Februar abzeichnende Entspannung Bestand haben wird. Anfang April kam es erneut zu Attentaten im Nordosten. Deshalb wird auch weiterhin von Reisen in die nördlichen, östlichen und südöstlichen Landesteile, die nicht unbedingt notwendig sind, abgeraten. Reisende, die sich aus zwingenden Gründen dorthin begeben müssen, sollten besondere Vorsicht walten lassen. Dazu gehört insbesondere, unmittelbar vor Reiseantritt die Sicherheitslage noch einmal kritisch, ggf. auch durch einen Anruf bei Partnerorganisationen vor Ort oder der Deutschen Botschaft Colombo, zu prüfen.

Weitere Hinweise:

Der ethnische Konflikt in Sri Lanka hat bisher annähernd 70.000 Menschenleben gefordert. Im Februar 2002 wurde eine Waffenruhe vereinbart. Nachdem der Friedensprozess schon seit geraumer Zeit keine Fortschritte mehr gemacht hat, ist die Waffenruhe 2005 immer häufiger verletzt worden. Nach der Ermordung des Außenministers wurde der Notstand ausgerufen, der vor allem den Sicherheitsorganen erweiterte Untersuchungsmöglichkeiten einräumt.

Auf vielen Straßen werden vor allem nach Einbruch der Dunkelheit Kontrollen durchgeführt. Bei solchen Kontrollen sollte den Anordnungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet und auch nicht fotographiert werden. Allgemein sollten keine Foto- und Videoaufnahmen von bewachten Gebäuden und Uniformierten gemacht werden. Organisierte Gruppenreisen sind unter Sicherheitsaspekten Einzelreisen vorzuziehen. Bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Reisende sich auf mangelnde Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie eine oftmals unfallträchtige Fahrweise einstellen.

Weitere Informationen zur Sicherheitslage in Sri Lanka erhalten Sie auch bei der Deutschen Botschaft in Colombo.

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