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Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:

Stand: 28.04.2006

Westliche Reisende sollten vor und während der Reise nach Pakistan ortskundigen Rat zur Sicherheitslage in den ins Auge gefassten Reisezielen einholen. Grundsätzlich sollten Reisende sich von größeren Menschenansammlungen und religiösen Stätten am Freitag fernhalten. Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiöse Gewalttaten.

Weitere terroristische Anschläge und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen religiösen Gruppen (Sunniten und Schiiten) wie die jüngsten Selbstmordanschläge auf religiöse Versammlungen in Hangu (Februar 2006) und Karachi (April 2006) sind nicht auszuschließen. Unmittelbar vor dem Besuch von US-Präsident Bush in Pakistan kam es am 2. März in Karachi nahe beim US-Generalkonsulat zu einem Bombenanschlag auf ein US-Fahrzeug, bei dem 4 Tote und zahlreiche Verletzte zu beklagen waren.

Die Grenzgebiete zu Afghanistan, Iran und Indien sind nicht bzw. nur mit offizieller Genehmigung zugänglich. Dies gilt auch für den von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs ("Azad Kashmir") entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control, LoC). Die Stammesgebiete an der Grenze nach Afghanistan sollten wegen bürgerkriegsähnlicher Zustände unbedingt gemieden werden. Die Grenzübergänge nach Indien (Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar),Afghanistan (Torkham über Peshawar und Chaman über Quetta) sowie Iran (Taftan) sind jedoch offen, ebenso wie die direkten Transitstrecken dorthin. Für Afghanistan besteht eine Reisewarnung.

In Baluchistan hat sich die Sicherheitslage kritisch zugespitzt. Unzufriedene Stammesgruppen und separatistische Kräfte greifen regelmäßig Infrastruktureinrichtungen und Armeekräfte mit Granatwerfern, schultergestützten Raketen, Landminen und Sprengstoffanschlägen an. Armee und Luftwaffe gehen gegen die Aufständischen vor. Nach Bombenattentaten auf Reisebusse zum Punjab und wegen der Minengefahr sollte Quetta nur noch auf dem Luftweg besucht werden.

In den nördlichen Landesteilen versuchen oft von außen kommende Kräfte, latente Konflikte zwischen Shia- und Sunnigruppen auszunutzen. Westliche Ausländer sind nicht Ziel der streitenden Gruppen, sind aber bei Ausschreitungen gefährdet. Zentrum der Spannungen zwischen den sunnitischen und schiitischen Bevölkerungsgruppen ist Gilgit. Hunza, Baltistan (Skardu) und das Nanga Parbat-Gebiet sind ruhig. Regierung und Zivilgesellschaft sind um weiteren Abbau der Spannungen bemüht.

In Karachi sollte wegen der allgemein angespannten Sicherheitslage und der hohen Kriminalitätsrate vom Besuch abgelegener Stadtbezirke abgesehen werden. Vor Stadterkundungen sollte ortskundiger Rat eingeholt werden. Wegen der hohen Kriminalitätsrate im inneren Sindh werden Konsulatsmitarbeiter vor Reisen dorthin ohne Polizeischutz gewarnt.

Blasphemie und Drogendelikte werden mit harten Gefängnisstrafen, unter Umständen mit der Todesstrafe geahndet (siehe auch: strafrechtliche Bestimmungen). Für weitere Informationen steht die Deutsche Botschaft Islamabad bzw. das Deutsche Generalkonsulat in Karachi zur Verfügung.

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