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Reise- und Sicherheitsinformationen
Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 28.04.2006
Nach der königlichen Proklamation vom 24.04.2006, von der eine Lösung der gegenwärtigen Krise erwartet wird, wurden der von der 7-Parteien-Allianz ausgerufene Generalstreik sowie die Ausgangssperren aufgehoben. Die Maoisten haben bis auf weiteres das von ihnen verkündete Aktionsprogramm und die Blockaden der Distrikthauptstädte und des Kathmandu-Tales zurückgezogen und mit Wirkung vom 26.04.2006 eine dreimonatige einseitige Waffenruhe ausgerufen. Damit hat sich die Situation signifikant entspannt. Die weitere Entwicklung bleibt allerdings abzuwarten.
Es finden noch immer Demonstrationen statt, die von Touristen wegen möglicher Ausschreitungen gemieden werden sollten.
Reisen nach Nepal sind noch immer besonderen Unwägbarkeiten ausgesetzt.
Wer reist, sollte sich fortwährend über die aktuelle Lage informiert halten, sich potentielle Gefährdungen bewusst machen und die folgenden Hinweise beachten:
Es wird empfohlen, die Mittelwestregion (Distrikte , Rukum, Rolpa, Salyan, Surkhet, Jajarkot, Dailekh, Kalikot, Syangja, Gulmi und Arghakhanchi), die Westregion und den Ostdistrikt Sankhuwasabha sowie Bhojpur (Ost-Nepal) ganz zu meiden. Vor dem Befahren der Strecke zwischen Atariya und Dadeldhura in West-Nepal wird gewarnt. Nach dem Verschwinden von zwei Europäerinnen im Wald von Nagarjun, Kathmandu, sowie sich dort häufenden Überfällen wird empfohlen, in diesem Park nur noch in Gruppen zu wandern.
Grundsätzlich muss in Nepal mit landesweiten oder örtlichen Bandhs (Streiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Straßensperren gerechnet werden, die kurzfristig ausgerufen bzw. organisiert werden. Bei Generalstreiks sind alle Büros und Geschäfte geschlossen und der Straßenverkehr kommt praktisch zum Erliegen (Ausnahme Rikshas). Letzteres gilt auch für sog. Transportstreiks. Achtung: Ausgangssperren werden nur kurzfristig oft über Radio angekündigt. Zur Durchsetzung der Ausgangssperren können die Sicherheitskräfte auch von der Schusswaffe Gebrauch machen.
Während der Bandhs sind Reisen auf dem Landwege nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen (Gefahr von Landminen auch auf Überlandstraßen) möglich. Der Flugverkehr ist von den Bandhs in aller Regel nicht betroffen, evtl. aber Zu- und Abgang zu den Flughäfen. Von Fahrten in normalen Überlandbussen wird wegen der Vielzahl von Verkehrsunfällen und der Gefahr von Überfällen durch die Rebellen abgeraten. Bei Fahrten über Land sollten ausschließlich gekennzeichnete Touristenbusse benutzt werden. Touristen und Ausländer sind bisher nicht Ziel der maoistischen Aufständischen gewesen. Eine Gefährdung kann sich aber u.a. durch Anschläge der Maoisten auf öffentliche Einrichtungen ergeben, da Bombenanschläge, auch in Touristengebieten, und andere terroristische Aktionen der Maoisten auch künftig nicht auszuschließen sind. Dies gilt - trotz der von den Maoisten verkündeten Waffenruhe - auch für die nicht auszuschließende Möglichkeit, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Maoisten zwischen die Fronten zu geraten. Reisende sollten sich von größeren Menschenansammlungen fernhalten. Infolge der nicht immer störungsfreien Kommunikation (in manchen Landesteilen fehlendes Mobilnetz und zerstörte Leitungen) können sich in Notfällen erhebliche Schwierigkeiten ergeben, weil Hilfeleistungen nicht rechtzeitig organisiert werden können. Es wird auch darauf hingewiesen, dass Rettungshubschrauber nicht in alle Höhen und Landesteile fliegen können. Nach starken Regenfällen vor allem während der Monsunzeit muß mit Erdrutschen gerechnet werden.
Hinweis für Trekking-Touren:
Die Rebellenpräsenz im südlichen Bereich des Annapurnagebietes ist nach wie vor sehr hoch , u.a. auf der Strecke Ghorepani (Schreibweise auch: Ghodepani), Tadapani, Ghandrung (auch: Ghandruk) und Landrung (auch: Landruk). Häufig fordern bewaffnete Maoisten Wegegelder von Trekkern in unterschiedlicher Höhe - auch in Lodges oder Hotels, derzeit ca. 1000 NPR bis zu 126 US$ pro Person. Bei Zahlungsverweigerung kann bewaffneter Überfall kurze Zeit später erfolgen. Es gibt zahlreiche Berichte über Überfälle und Erpressungen, insbesondere in der Umgebung von Jiri, auf Teilstrecken des südlichen Annapurna-Trails und im Gebiet des Karnali Flusses sowie in der Umgebung von Kathmandu. Es wird empfohlen, nicht alleine zu trekken; nur bekannte Routen zu benutzen, in Gruppen zu bleiben, ausschließlich seriöse Agenturen und Führer zu nutzen, vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen (z.B. bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu, Tel.: 00977-1-4412786; Fax: 00977-1-4416899; E-Mail: info@kathmandu.diplo.de oder bei Reiseveranstaltern) und eine Registrierung bei der Botschaft unter Angabe der Trekking-Route vorzunehmen. Das Formular kann von der Website der Botschaft (www.kathmandu.diplo.de) heruntergeladen werden.
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