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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Der Tourismus stellt nach wie vor den wichtigsten Zweig des Dienstleistungssektors dar. Die große Abhängigkeit vom Tourismussektor hat Zypern 2003 mit 2% im Vergleich zu den Vorjahren bescheidene Wachstumsraten gebracht. Der Irak-Krieg und SARS haben der Tourismusbranche, welche rund 20% des Volkseinkommens erwirtschaftet, arg zugesetzt. Hinzu kommen hausgemachte Probleme für deren Behebung noch kein klares Konzept besteht. In den letzten Jahren gewann der Finanzsektor, insbesondere Off-Shore-Geschäfte, zunehmend an Bedeutung.
Das griechisch-zypriotische Gebiet im Süden ist überwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Es werden vor allem Obst und Gemüse, insbesondere Kartoffeln, Gerste, Zitrusfrüchte und Weintrauben angebaut. Die Landwirtschaft hat am Bruttoinlandsprodukt jedoch nur einen Anteil von rund 4%. Der Dienstleistungssektor trägt mit über 75 % am Bruttoinlandsprodukt bei und die Industrie mit etwa 20% (Stand: 2003).
Die wichtigsten Exporte betrafen 2003 pharmazeutische Produkte (19% der Ausfuhren), gefolgt von Zitrusfrüchten (9%) und Kartoffeln (7%). Der Export von Kleidern hat 2003 erneut an Bedeutung verloren und ist von 7% auf 5% zurückgegangen. Die Staatsverschuldung hat 2003 ganze 63,6% des Bruttoinlandsprodukts erreicht (2002: 59,4%). Die Staatsverschuldung sind um 15,4% gestiegen (2002: 7,4%).
Wegen der großen Abhängigkeit vom Tourismus ist die Diversifizierung der Wirtschaft eine große Herausforderung für Zypern. Als Land mit einem bescheidenen Agrarsektor und mit praktisch keinen Bodenschätzen können zur Diversifizierung nur jene Wirtschaftszweige ausgebaut werden, in welchen Mehrwert generiert wird. Zypern hat jedoch einen Nachholbedarf im IT-Bereich.
Der nördliche Teil Zyperns, die Türkische Republik Nordzypern (TRNC), war aufgrund des Mangels an diplomatischer Anerkennung in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung enorm gehemmt und ist weiterhin auf die Unterstützung der Türkei angewiesen. Die landwirtschaftlichen Güter decken sich in etwa mit denen des südlichen Zyperns; die Fertigungsindustrie ist relativ unbedeutend; der Tourismus ist hauptsächlich von Besuchern des türkischen Festlandes abhängig.
Beide Teile der Insel sind auf den Import von Rohöl für die Aufrechterhaltung ihrer Energieversorgung angewiesen. Generell ist der griechische Teil der Insel wohlhabender als der türkisch besetzte Norden.
Haupthandelspartner sind die EU-Länder, insbesondere Großbritannien, Griechenland und Italien.
Am 1. Mai 2004 trat Zypern der Europäischen Union (EU) als Mitglied bei.
Geschäftsverkehr
Zypriotische Geschäftsleute sind für ihre Gastlichkeit und Höflichkeit bekannt. Geschäftsreisen in den Monaten Juli und August sollte man vermeiden. Geschäftstreffen finden am besten am frühen Vormittag statt. Oft werden sie mit einem gemeinsamen Mittagessen beendet. Geschäftszeiten: Sommer: Mo, Di, Do, Fr 08.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr; Mi, Sa 08.00-13.00 Uhr. Winter: Mo, Di, Do, Fr 08.00-13.00 und 14.30-17.30 Uhr; Mi, Sa 08.00-13.00 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft der Republik Zypern
Wallstraße 27, D-10179 Berlin
Tel: (030) 284 45 96. Fax: (030) 23 45 75 41.
E-Mail: info@zypern.com
Internet: www.zypern.com
Cyprus Chamber of Commerce and Industry
(Industrie- und Handelskammer)
PO Box 21455, 38 Grivas Dhigenis Avenue, Lefkosia
Tel: (02) 88 98 00. Fax: (02) 66 90 48.
Internet: www.ccci.org.cy
Konferenzen/Tagungen
Viele Hotels bieten Konferenzeinrichtungen mit Kapazitäten für max. 1200 Teilnehmer. Lefkosia ist eine preisgünstige Konferenzlokalität mit modernen Tagungsstätten.
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