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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wie alle ehemaligen Ostblockländer hat auch Belarus große wirtschaftliche Probleme durch die schwierige Umstellung auf ein marktwirtschaftliches System nach Jahrzehnten der Planwirtschaft. Im Jahre 2000 waren einige positive Signale zu erkennen, z.B.ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes, aber im bisherigen Jahr 2001 gingen diese wieder zurück.
Präsident Lukaschenko bindet den Staat zentral in den Ablauf des Wirtschaftsgeschehens ein, unter anderem auch in dem gerade aufgestellten "Programm der sozialökonomischen Entwicklung der Republik Weißrussland für die Jahre 2001 - 2005".
Die Arbeitslosigkeit lag 1994 bei ca. 8% (inoffiziell); etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Größter Arbeitgeber ist die Industrie. Der Industriesektor erbrachte 1994 mehr als 50% des Inlandsproduktes, die Landwirtschaft etwa 17%. Kartoffeln und Getreide sind die wichtigsten Agrarerzeugnisse. Die Viehzucht spielt ebenfalls eine Rolle. Beide Bereiche haben bislang erhebliche Produktionseinbußen zu verzeichnen (BIP -20%, 1994). Das Nationaleinkommen ging 1993 um rund 14% zurück, und die Inflationsrate ist weiterhin hoch (1995: 280%), hat sich jedoch gegenüber 1994 (2220%) erheblich verbessert. Fahrzeug- und Maschinenbau, Automontage und chemische Industrie sind die bedeutendsten Industriezweige. Leichtindustrie (v. a. Radios, Fernsehgeräte und Kühlschränke), Bekleidungs- und Nahrungsmittelindustrie (Konserven und Zucker) sind ebenfalls von Bedeutung. Belarus hat kaum Bodenschätze. Wirtschaftsreformen wurden eingeleitet und zahlreiche Joint-ventures mit ausländischen Firmen, darunter 13 österreichischen, gegründet. 1995 wurde der Belarussische Rubel eingeführt. Haupthandelspartner sind die GUS, vor allem die Russische Föderation, sowie Deutschland, Schweiz, Österreich und die USA. Exportiert werden überwiegend chemische Erzeugnisse (v. a. Kalidünger), Produkte der Erdölverarbeitung, Maschinen, Fahrzeuge (v. a. Traktoren) und Nahrungsmittel. Das Land erhält Wirtschaftshilfe u. a. aus Deutschland.
Geschäftsverkehr
Korrekte Kleidung und Pünktlichkeit werden erwartet. Englisch, teilweise auch Deutsch, ist vor allem im Managementbereich Geschäftssprache. Vereinbarte Termine sollten bestätigt werden, Visitenkarten in Russisch und Deutsch bzw. Englisch gedruckt sein. Verhandlungen sind langwierig. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.
Kontaktadressen
Bundesverband der Deutschen Industrie
(Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft)
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 20 28 14 52. Fax: (030) 20 28 24 52.
E-Mail: ost-ausschuss@bdi-online.de
Internet: www.ostausschuss.de
Wirtschaftskammer Österreich
(Osteuropareferat)
Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien
Tel: (01) 501 05 43 22. Fax: (01) 50 10 52 55.
E-Mail: awo.gus@wko.at
Internet: www.wko.at
Interessengemeinschaft für die GUS (IG-GUS)
c/o SOFI
Stauffacherstraße 45, CH-8026 Zürich
Tel: (01) 249 30 50. Fax: (01) 249 31 33.
E-Mail: info@ig-gus.ch
Internet: www.ig-gus.ch
Industrie- und Handelskammer der Republik Belarus
Prospekt Masherava 14, BY-220035 Minsk
Tel: (0172) 26 91 27. Fax: (0172) 26 98 60.
E-Mail: mbox@cci.by
Internet: www.cci.by
Konferenzen/Tagungen
Das 3-Sterne-Hotel Jubilejnaja hat Konferenzeinrichtungen für 250 Teilnehmer einschließlich Simultandolmetscheranlage. Weitere Auskünfte:
Ministry of Foreign Affairs
Ul. Myasnikova 29, BY-220 050 Minsk
Tel: (17) 227 29 22. Fax: (17) 227 45 21.
E-Mail: mail@mfabelar.gov.by
Internet: www.mfa.gov.by
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