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» Wirtschaftsprofil Serbien und Montenegro

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Der Zusammenbruch der jugoslawischen Föderation 1991 und der darauf folgende Bürgerkrieg, sowie die Wirtschaftssanktionen, die von den Vereinten Nationen Anfang der 1990er verhängt wurden, hatten schwere Auswirkungen auf die Infrastruktur des damaligen Jugoslawien, und die Militärschläge der NATO 1999 während des Kosovokonflikts verschlimmerten die Lage noch. Heute ist Serbien und Montenegro laut Statistiken der Weltbank eines der ärmsten Länder der Welt. Das Nettodurchschnittseinkommen liegt unter 200 € monatlich. Hinzu kommt, dass das Land in sich gespalten ist. Serbien und Montenegro unterscheiden sich stark in ihrer jeweiligen Größe und verfügen über unterschiedliche politische, wirtschaftliche und rechtliche Systeme. Auch wenn das die weitere Entwicklung erschwert, so sieht die heutige wirtschftliche Situation recht positiv aus. Befand sich die Wirtschaft 2001 in einer transformationsbedingten Rezession, war das Wirtschaftswachstum mit 8% im Jahr 2004 im europäischen Vergleich deutlich überdurchschnittlich. Zwischen 2001 und 2003 war das Wirtschaftswachstum noch von Jahr zu Jahr gesunken. Aber gleichzeitig stieg die Kaufkraft, während die Inflation stark sank. Außerdem ist die Währung inzwischen zunehmend stabil und die Devisenreserven haben sich in den letzten Jahren vervielfacht.

Die Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Auch der Ausbau der Tourismusindustrie, besonders in der Republik Montenegro, ist ein wichtiger Faktor.

Das Handelsbilanzdefizit wächst (von 4 Mrd. US$ 2002 auf 4,8 Mrd. US$ 2003, bei Importen im Wert von 7,3 Mrd. US$ und Exporten im Wert von 2,5 Mrd. US$). Hauptexportprodukte von Serbien und Montenegro sind: Halbprodukte, Lebensmittel, Fertigprodukte wie Maschinen, Elektrogeräte und Ersatzteile und Textilien. Importiert werden vor allem Maschinen, Elektrogeräte, Verkehrsmittel und Ersatzteile, Öl und Ölderivate, Stoffe und Textilprodukte, Gas und Elektrizität sowie chemische Produkte. Deutschland ist der stärkste Handelspartner von Serbien und Montenegro.

Serbien und Montenegro hat temporären IDA-Status bei der Weltbank und ist Mitglied beim Internationalen Währungsfond (IWF) und regionalen wirtschaftspolitischen Vereinigungen wie SEEC, ICAO und dem Stabilitätspakt. Ein Antrag auf Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) wurde bereits gestellt. Ziel ist auch der Abschluss eines Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union.

Geschäftsverkehr

Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.00/08.00-15.00/16.00 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Botschaft von Serbien und Montenegro

Taubertstraße 18, D-14193 Berlin

Tel: (030) 895 77 00. Fax: (030) 825 22 06.

E-Mail: info@botschaft-smg.de



Handelsabteilung der Botschaft von Serbien und Montenegro

Rennweg 3, A-1030 Wien

Tel: (01) 713 25 95. Fax: (01) 713 25 97.



Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa (SEC)

c/o SOFI, Stauffacherstrasse 45, CH-8026 Zürich

Tel: (01) 249 45 65. Fax: (01) 249 31 33.

E-Mail: info@swisscham.ch

Internet: www.swisscham.ch



Belgrade Chamber of Economy

Kneza Milosa 12, CS-11000 Belgrade

tel: (011) 264 13 55. Fax: (011) 264 20 29.

Internet: www.komberg.org.yu



Serbian Investment and Export Promotion Agency (SIEPA)

Vlajkoviceva 3/V, CS-11000 Belgrad

Tel: (011) 339 85 50. Fax: (011) 339 88 14.

E-Mail: office@siepa.sr.gov.yu

Internet: www.siepa.sr.gov.yu



Montenegrinische Wirtschaftskammer

Ul. Novaka Miloseva 29-II, CS-81000 Podgorica

Tel: (081) 23 04 46.

E-Mail: pkcg@cg.yu

Internet: www.pkcg.org

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