Klicken Sie auf die gewünschten Informationen für das Land Norwegen.
Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Mitte der siebziger Jahre wurde vor der norwegischen Küste Erdöl entdeckt, das seither für Norwegens Wirtschaft eine sehr große Rolle spielt. Durch die Erschließung der Öl-und Gasreserven wurde aus dem einstmals ärmeren Land der weltweit drittgrößte Ölexporteur und viertgrößte Gasexporteur mit Vollbeschäftigung, hohen Leistungsbilanz- und Haushaltsüberschüssen. Obwohl die Öl- und Gaswirtschaft nur 4% aller Erwerbstätigen beschäftigt, trägt sie zu ca. 15-18% (Stand: 2003) des Bruttoinlandsprodukts bei (2000 aufgrund der hohen Ölpreise sogar rund 20%). Öl und Gas einschließlich ihrer Produkte sind mit einem Anteil von ca. 70% des Gesamtexports weiterhin die wichtigsten Ausfuhrgüter des Landes. Norwegen ist durch die bedeutende Stellung dieser Branche allerdings auch in nicht unerheblichem Maße von der internationalen Konjunkturentwicklung im Ölbereich abhängig. Von dieser Abhängigkeit sind insbesondere auch viele Branchen, die als Zuliefererindustrie für die Ölförderung dienen (insbesondere Werften), betroffen.
Norwegen befindet sich im Wandel von einer modernen Industriewirtschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Der Dienstleistungssektor repräsentiert heute (Stand: 2003) 40% des Bruttoinlandprodukts. Da das Volumen des Binnenmarktes nur gering ist und wenig zum Bruttoinlandprodukt beiträgt, ist das Land traditionell stark auf den Außenhandel und die internationale Zusammenarbeit angewiesen. Das Gesamtvolumen des Exports beträgt rund 40% des Bruttoinlandprodukts, der Außenhandel wird mit einem Anteil von bis zu 75% mit der EU bestritten.
Norwegen besitzt kaum landwirtschaftlich nutzbares Land. Die Viehzucht ist von größerer Bedeutung als die Agrarwirtschaft, die nur noch 3% der Erwerbstätigen beschäftigt und nur zu 0,8% (Stand: 2003) zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Dessen ungeachtet spielt die Landwirtschaft im Bewusstsein der Bevölkerung und in der Politik aller Regierungen weiterhin eine wichtige Rolle. Der Agrarsektor Norwegens wird bislang entschlossen vor internationaler Konkurrenz geschützt; die norwegischen Landwirte erhalten mit die weltweit höchsten Subventionen. Holzproduktion und Papierherstellung gehören zu den wichtigen Industriezweigen des Landes. Die Fischwirtschaft teilt sich in die Branchen der traditionsreichen, aber rückläufigen Fischerei sowie der international in der Spitzengruppe liegenden Fischzucht.
Das Wachstum der norwegischen Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren leicht abgeschwächt. 2003 lag das Wirtschaftswachstum bei 0,6%. Wegen des gesenkten Leitzins und der verbesserten internationalen Wettbewerbsfähigkeit wird aber ein spürbares Wachstum erwartet.
Großbritannien, Deutschland und Schweden sind Norwegens Haupthandelspartner.
Norwegen ist Mitglied der Europäischen Freihandelszone (EFTA) und somit der sogenannten 'European Economic Area', ein Produkt aus Mitgliedern der EU und der EFTA, die sich 1991 in einer freien Handelszone zusammengeschlossen haben. Bedenken zu den möglichen Auswirkungen auf Fischereiwesen und Landwirtschaft waren die Ursache für Norwegens Entscheidung (zwei Volksentscheide 1973 und 1994), sich der EU nicht anzuschließen. Mit Ausnahme jener beiden Wirtschaftszweige unterhält Norwegen jedoch freie Handelsbeziehungen mit den EU Mitgliedstaaten.
Geschäftsverkehr
Bei Geschäftsbesuchen sind Anzug und Krawatte angebracht. Termine sollten vereinbart und Visitenkarten benutzt werden. Pünktlichkeit ist gern gesehen. Norwegische Geschäftsleute sind eher reserviert. Internationale Geschäfte werden zumeist auf Englisch abgewickelt, manche Norweger sprechen auch Deutsch. Die beste Zeit für Geschäftsbesuche sind die Monate Februar bis Mai und Oktober bis Dezember. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-16.00 Uhr (Winter), Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr (Sommer).
Kontaktadressen
Handelsabteilung des Norwegischen Generalkonsulats
Zahlreiche Tagungsstätten stehen in Oslo (9000 Sitze), Stavanger, Bergen, Trondheim und Troms zur Verfügung. Weitere Informationen, Broschüren und Planungsideen vom Fremdenverkehrsamt in Oslo (s. Adressen).