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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Die Niederlande mit all ihrer Blumenproduktion, den beruhmten hollndischen Tomaten und dem hollndischen Kse ist ein uberwiegend landwirtschaftlich geprgtes Land, so knnte man denken. Gemessen an den rund 70% Landesflche, die fur die Landwirtschaft und Agrarproduktion genutzt werden, ist das auch richtig. Demgegenuber hat die Landwirtschaft jedoch nur einen Anteil von 2,5% (Stand: 2003) am Bruttoinlandprodukt. Sie verlor in den letzten Jahren insgesamt an Bedeutung, allerdings wchst der Anteil der kologischen Landwirtschaft jhrlich um 15-20% und liegt derzeit bei rund 3%. Die Niederlande sind eine der grßten Agrarexportnationen der Welt und nehmen zurzeit Platz 3 auf der Rangliste ein. Etwa 75% der Agrarproduktion wird exportiert.
Von grßerer Bedeutung ist der Industriesektor, vor allem die Chemie, die Metallindustrie, die Erdl- und Erdgasindustrie und die Lebensmittelindustrie. Der Anteil der Industrie am Bruttoinlandprodukt lag 2003 bei 24,4%. Allerdings war auch die Industrie in ihrem Wachstum insgesamt rucklufig, wenn auch einzelne Branchen in 2001/2002 steigende Produktionszahlen aufweisen konnten. So konnte insbesondere die Erdl-, Chemie- und Gummiindustrie noch zulegen, sie stieg in 2002 mit 2,5%, whrend die Industrie insgesamt 2,8% weniger produzierte. Fur Januar 2003 sind in der Umsatzentwicklung der Industrie wieder leichte Steigerungen von insgesamt 3% zu erkennen (Januar 2002: -2%), die aber im wesentlichen auf die Entwicklungen in der Lebensmittelbranche und der Erdl- und Chemieindustrie zuruckzufuhren sind.
Von wesentlicher Bedeutung fur die Niederlande ist der Dienstleistungssektor. Von 700.000 Unternehmen in den Niederlanden waren zu Beginn 2002 13% in der Landwirtschaft, 17% in Industrie und Bauwirtschaft und 70% im Dienstleistungssektor ttig. Die Niederlande sind ein Dienstleistungsland. Der Dienstleistungssektor hatte 2003 einen Anteil von 73,1% am Bruttoinlandprodukt. Besonders positiv entwickeln sich die Bereiche Finanzdienstleistungen, ffentliche Dienstleistungen, Bildung und Gesundheitswesen. In den letzten drei Bereichen und im ffentlichen Dienst stiegen die Arbeitspltze Ende 2002 gegenuber Ende 2001 insgesamt um 103.000, whrend die Privatwirtschaft, im Schwerpunkt die Industrie, im gleichen Zeitraum 60.000 Stellen weniger besetzte.
Gemessen an Vollzeitstellen herrscht jedoch zum ersten mal seit 1994 insgesamt ein Stellenabbau. Kennzeichnend fur die sozialwirtschaftliche Politik der vergangenen Jahre ist das so genannte "Poldermodell". Sein Erfolg war uber viele Jahre hinweg auf den konstruktiven Dialog zur Lohndmpfung und zu mehr Teilzeitarbeit und auf einen breiten Konsens zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierung gegrundet. Derzeit gert dieses Modell jedoch durch Anspannungen im sozialen Gleichgewicht ins Wanken.
Nach Jahren eines uberproportionalen Wirtschaftswachstums (1999: plus 4,4%; 2000: plus 3,5%) ist das Wirtschaftswachstum in den Niederlanden vier Jahre in Folge geschrumpft, fur das Jahr 2003 war sogar ein Minuswachstum von 0,9% zu verzeichnen - der niedrigste Wert seit 1982. Die Inflationsrate (2003: 3,4%) hat sich 2004 mit 1,25% wieder auf EU-Durchschnitt gemßigt. Nach Jahren praktischer Vollbeschftigung nimmt die Arbeitslosigkeit rasch zu (2003: 396.000 bzw. 5,1% der arbeitsfhigen Bevlkerung, dynamische Steigerung 2004 auf 6,5%) mit weiter steigender Tendenz. Hinzu kommt - nach deutlichen Haushaltsuberschussen in der zweiten Hlfte der 90er Jahre - ein Haushaltsdefizit im Jahr 2003 von 3,2%, das fur 2004 mit 2,9% angestrebt war, aber noch nicht im Griff ist.
Geschftsverkehr
Terminvereinbarungen sind unerlsslich und Visitenkarten ublich. Von Geschftsleuten wird gepflegte Kleidung erwartet. In Geschftskreisen wird viel Englisch gesprochen. Die besten Monate fur Geschftsreisen sind Mrz - Mai und September - November. Geschftszeiten: Mo-Fr 08.30-17.00 Uhr.
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E-Mail: info@dnhk.org
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Internet: www.amsterdam.kvk.nl
Konferenzen/Tagungen
Die grßten Konferenz- und Messezentren sind das RAI in Amsterdam und das Jaarbeurs in Utrecht. Kleinere Zentren befinden sich in Den Haag, Rotterdam und Maastricht. Tagungsrume gibt es in zahlreichen Hotels. Das viertgrßte Konferenzzentrum befindet sich in Noordwijk, wo das grßte Hotel einen Hubschrauberlandeplatz hat. In Amsterdam und Den Haag gibt es Geschftszentren wie das World Trade Center Schiphol Airport (Internet: www.wtcschiphol.nl). Weitere Informationen vom Netherlands Board of Tourism & Conventions, Postfach 270580, D-50511 Kln, Tel: (0221) 92 57 17 30. Fax: (01805) 34 33 20. E-Mail: kpredeek@holland.com; Internet: www.nlcongress.nl).
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