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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Kroatien war die zweitreichste und wirtschaftlich am weitesten entwickelte aller ehemaligen jugoslawischen Republiken. Der Wegfall des gesamtjugoslawischen Marktes und der Bürgerkrieg fügten der Wirtschaft schweren Schaden zu, vor allem der Verlust der Einnahmen aus der Touristikindustrie an der Adriaküste. Umfassende Hilfszahlungen aus dem Ausland halfen der kroatischen Wirtschaft wieder auf die Beine.
Heute ist Kroatien ein Transitionsland mit klarer Orientierung zu einer überwiegend privatwirtschaftlich strukturierten Marktwirtschaft. Seit 2000 geht es wirtschaftlich bergauf. Kroatiens Wirtschaft konnte im Jahr 2002 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 5,2% und im Jahr 2003 von 4,3% verzeichnen. Das Haushaltsdefizit betrug 5,7% (Stand: 2003). Zahlreiche Unternehmensschließungen und die hohe Arbeitslosquote von 19,2% (Stand: 2003) bereiten der Regierung Kopfzerbrechen, obwohl sie insgesamt rückläufig ist. 2002 lag sie bei 22,3%.
Der Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt liegt bei 30%. Produziert werden Textilien, Chemikalien, Lebensmittel, Elektromaschinen, Holz- und Metallwaren sowie Baumaterialien. Die Landwirtschaft produziert in erster Linie für den Eigenbedarf, weniger für den Export; Hauptanbauprodukte sind Mais, Weizen und Zuckerrüben. Ihr Anteil am BIP liegt bei 7,9%. Den Löwenanteil macht der Dienstleistungssektor mit 62,1% aus. Große Hoffnungen setzte Kroatien von Anfang an auf eine Wiederbelebung des Tourismus. Die Rechnung ging auf: 2000 kamen 5,8 Mio. Touristen, 2003 waren es schon 8,9 Mio. Der Tourismussektor trägt mit 21% zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Rund 55% des Außenhandels wird mit den EU-Staaten abgewickelt. Haupthandelspartner Kroatiens sind Italien, Deutschland, Slowenien und Österreich. Das traditionelle Defizit der Handelsbilanz wird durch Einnahmen aus dem Tourismus und durch Überweisungen von Auslandskroaten teilweise kompensiert. Wichtigste Exportgüter sind Schiffe, Maschinenbauerzeugnisse, elektrische und elektronische Komponenten sowie Textilien; dabei besteht ein hoher Anteil an lohnveredelten Produkten.
Im Januar 1993 wurde Kroatien Mitglied des Internationalen Währungsfonds. 2000 erfolgte die Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO). Positive wirtschaftliche Impulse erhofft sich Kroatien außerdem vom Abschluss des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der EU sowie von den Freihandelsabkommen mit ost- und südosteuropäischen Ländern sowie der EFTA.
Geschäftsverkehr
Im Geschäftsleben geht es eher formell zu. Hinter dem Image westlicher Rationalität verbirgt sich jedoch eine lähmende Bürokratie. Sprachschwierigkeiten dürfte es kaum geben, da Deutsch und Englisch als Zweitsprachen weit verbreitet sind. Nach der Vorstellung sollte man seine Karte (möglichst mit Berufsbezeichnung und akademischen Titeln) überreichen. Vor Ort bieten Makler, Berater, Gutachter und Rechtsanwälte ausländischen Firmen ihre Dienste an. Es empfiehlt sich, diese gründlich zu überprüfen, bevor man ihren Service in Anspruch nimmt. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr.
Kontaktadressen
Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer
Zamenhoffova 2, HR-10000 Zagreb
Tel: (01) 631 16 00. Fax: (01) 631 16 30.
E-Mail: info@ahk.hr
Internet: www.ahk.hr
Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa
c/o SOFI, Stauffacherstraße 45, CH-8026 Zürich
Tel: (01) 249 48 80. Fax: (01) 249 49 66.
E-Mail: carmen.bertozzi@sofi.ch
Internet: www.sec-chamber.ch
Kroatische Wirtschaftskammer
Trg Rooseveltov 2, HR-10000 Zagreb
Tel: (01) 456 15 55. Fax: (01) 482 83 80.
E-Mail: hgk@hgk.hr
Internet: www.hgk.hr
Konferenzen/Tagungen
Auskünfte erteilt die Kroatische Zentrale für Tourismus sowie folgende Adresse:
Zagreb Convention Bureau
Kaptol 5, HR-10000 Zagreb
Tel: (01) 489 85 55. Fax: (01) 481 43 40.
E-Mail: info@zagreb-convention.hr
Internet: www.zagreb-convention.hr
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