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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Der Anschluss an die EU hat die Wirtschaft des traditionellen Agrarlands angekurbelt, besonders die Wirtschaftszweige Textilien, Bergbau, Metallverarbeitung, Chemikalien, Stahl und Lebensmittelverarbeitung. Das Wirtschaftswachstum verzeichnete für 2003 einen Anstieg um 4,5% und war damit das höchste in der Eurozone. 2004 schwächte sich das Wachstum wieder etwas ab. Das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vierten Quartal 2004 um 4,0% nach 3,8% im Vorquartal gewachsen. Die Nachfrage privater Haushalte erhöhte sich im vierten Quartal um 3,4% nach einem Plus von 4,3% im dritten Quartal. Große Probleme bereitet der Staatshaushalt. 2004 betrug die Neuverschuldungsquote Griechenlands gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 5,5%. Das ist die bislang höchste in der Eurozone verbuchte Rate. Gegen Griechenland läuft ein Defizitverfahren und das Land ist unter eine Haushaltsüberwachung gestellt. Die Arbeitslosenquote lag 2003 bei 9,5% und stieg im Dezember 2004 auf 10,5%. Damit lag auch sie deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone (Dezember 2004: 8,9%).

Der Dienstleistungssektor ist der bedeutendste Wirtschaftszweig, er beschäftigt knapp die Hälfte aller Erwerbstätigen und erwirtschaftet ca. 70% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Rahmen der Dienstleistungen dominiert der Tourismusbereich: Ca. 14,7 Mio. Touristen, haben im Jahr 2003 Griechenland besucht. Jedoch stagnieren in den letzten Jahren die Einnahmen aus dem Tourismus mit leicht rückläufiger Tendenz. 2005 kamen nur noch 14 Mio. ausländische Besucher ins Land. 2003 lag der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch bei 15%. Daneben spielen Schifffahrtsunternehmen als Wachstumsmotor weiterhin eine wichtige Rolle. Griechenlands Handelsflotte ist eine der größten der Welt.

Trotzdem hatten griechische Unternehmen Probleme, auf dem europäischen Markt Anschluss zu finden. Gründe hierfür sind einerseits die hohen Transportkosten, die aufgrund der geographischen Lage anfallen, und andererseits die verhältnismäßig große Anzahl von Kleinbetrieben. Die wirtschaftliche Struktur ist heute noch von diesen Kleinbetrieben und von der Landwirtschaft geprägt. Die Vielzahl gering mechanisierter Kleinbetriebe in der Landwirtschaft kann in ihrer Produktivität meist nicht mit vergleichbaren Betrieben aus anderen EU-Ländern konkurrieren. In der Landwirtschaft sind noch knapp über 17% der Erwerbstätigen beschäftigt, der Anteil am BIP beträgt etwas mehr als 7%.

Die wichtigsten Exportgüter Griechenlands sind Textilien, Erdölprodukte, Aluminium, Zement, Tabak, Olivenöl, Obst und Tomatenprodukte. 2003 nahmen die griechischen Exporte um 7,5% zu. Bei den Exporten ist im vierten Quartal 2004 ein Zuwachs von 5,3% nach einem Zuwachs von 7,9% im dritten Quartal 2004 zu verzeichnen gewesen, bei den Importen hat sich ein Plus von 3,1% nach 5,9% im dritten Quartal ergeben.

Zum 1.1.2001 trat Griechenland der Europäischen Währungsunion bei. Die bedeutendsten Handelspartner sind neben den EU-Ländern Zypern und die USA.

Geschäftsverkehr

Anzug und Krawatte bzw. Kostüm. Termine müssen im Voraus vereinbart und am vorhergehenden Wochentag bestätigt werden. Pünktlichkeit wird gern gesehen, jedoch nicht immer eingehalten. Zahlreiche Geschäftsleute sprechen außer Griechisch auch Französisch, Englisch oder Deutsch. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-15.00 Uhr.

Kontaktadressen

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer

Doryleou 10-12/IV, GR-11521 Athen

Tel: 21 06 41 90 00. Fax: 21 06 44 51 75.

E-Mail: ahkathen@mail.ahk-germany.de

Internet: www.german-chamber.gr

Zweigstelle in Thessaloniki.



Athens Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer von Athen)

Odos Akademias 7, GR-10671 Athen

Tel: (210) 360 48 15. Fax: (210) 361 64 08.

E-Mail: info@acci.gr

Internet: www.acci.gr

Konferenzen/Tagungen

Griechenland verfügt landesweit über zahlreiche Tagungs- und Konferenzeinrichtungen. Auch auf entsprechend ausgerüsteten Schiffen, die zwischen Inseln verkehren, können Tagungen abgehalten werden. Informationen erteilt die Griechische Zentrale für Fremdenverkehr (s. Adressen).

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