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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Die mehrjährige Stabilitätspolitik hat zum Gesunden der Wirtschaft geführt. Kämpfte das Land im Winter 1996/1997 mit einer schweren Wirtschafts- und Bankenkrise, die von einer jahrelangen Ausplünderung des Staates durch seine Eliten gefolgt wurde, so stehen mittlerweile die wichtigen wirtschaftlichen Eckpfeiler auf solidem Boden. Die Inflation ist mäßig (12/03-08/04: 0,9 6%), die Staatsfinanzen verzeichneten Ende August 2004 einen Überschuss des laufenden Budgets und das Wirtschaftswachstum lag im ersten Halbjahr 2004 bei dynamischen 5,6%. Auch sank die Arbeitslosigkeit auf 11,9%. Zudem ist Bulgarien aufgrund vieler günstiger Bedingungen zu einem interessanten Wirtschaftsstandort für ausländische Unternehmen geworden.

Bulgariens Außenhandelsumsatz stieg im ersten Halbjahr 2004 um 20,2%. Wichtigster Handelspartner war 2004 Deutschland. Das Land verfügt über die Bodenschätze Kohle, Eisenerz, Kupfer, Mangan und Zink. Erdöl und Ferngas, das per Pipeline aus der Russischen Föderation geliefert wird, decken den Energiebedarf. Die Industrie konzentriert sich auf die Bereiche Maschinenbau, Metallverarbeitung, Textilindustrie, Chemie, Glas- und Porzellanindustrie, Kohleförderung und Stahlproduktion. Bedeutend ist auch die Produktion von Transportmitteln wie Lastwagen und Gabelstaplern. Die wichtigsten Exportgüter sind chemische Produkte, Nahrungs- und Genussmittel, Rohmetall- und Stahlprodukte, Maschinen und Ausrüstungen, Konsumartikel, Textilprodukte und Elektrizität.

Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung verloren und erbringt nur noch etwa 11,4% (2003) des Bruttoinlandprodukts. Weizen, Mais, Gerste, Kartoffeln, Weintrauben und Tabak sind die wichtigsten Erzeugnisse. Bulgarien ist einer der führenden Weinexporteure. Tourismus und Güterfernverkehr sind wichtige Devisenbringer.

Zu den größten ausländischen Investoren zählten 2004 Ungarn, Griechenland, Niederlande, Italien und Zypern. Insbesondere der Tourismussektor ist für Investoren interessant, da er sich mit 18% (2003) Wachstum prächtig entwickelt. Die Zahlen für 2004 deuten auf ein noch kräftigeres Waschstum hin. Gute Prognosen haben die Bereiche Individualtourismus, Öko-, Wander-, und Bädertourismus sowie Wintersport. Der dafür notwendige Ausbau der Infrastruktur wird zur Zeit u.a. durch EU-Gelder vorangetrieben.

Trotz steigenden Wohlstands gibt es aber auch Probleme im Land. Dazu zählen verbreitete Korruption bei öffentlichen Ausschreibungen, uneinheitliche Verwaltungsverfahren und ein weiterhin stark aufgeblähtes Zulassungs- und Lizenzierungssystem.

Bulgarien ist seit März 2004 Vollmitglied der NATO und wird vorraussichtlich zum 1. Januar 2007 der EU beitreten.

Geschäftsverkehr

Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Es ist üblich, bulgarische Geschäftspartner zum Essen einzuladen. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr.

Kontaktadressen

Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa

c/o SOFI Swiss Organisation for Facilitating Investments

Stauffacherstraße 45, CH-8026 Zürich

Tel: (01) 249 48 80. Fax: (01) 249 49 66.

Internet: www.sec-chamber.ch



Bulgarische Industrie- und Handelskammer

Ul. Parchevich 42, BG-1000 Sofia

Tel: (02) 987 26 31. Fax: (02) 987 32 09.

E-Mail: bcci@bcci.bg

Internet: www.bcci.bg

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