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Gesundheit

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Wasser ist nicht immer keimfrei und sollte zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung abgekocht/sterilisiert werden. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte, unbesorgt verzehrt werden. In den südlichen Republiken können für ausländische Reisende ungewohnte Nahrungsmittel manchmal leichte Verdauungsprobleme verursachen. Vereinzelte Trichinose-Erkrankungen werden über das Jahr hinweg aus Sibirien gemeldet. Die Infektion wurde durch den Verzehr von Wildfleisch (Braunbär, Polarbär, Waschbär, Fuchs, Wolf, Luchs und Walross) hervorgerufen. Daher wird Reisenden geraten kein unzureichend gegartes Fleisch zu verzehren. Bei vollständig durchgebratenen oder abgekochten Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.

Vorsichtsmaßnahmen

Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.



Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A, eine Schutzimpfung wird empfohlen. Bei Langzeitaufenthalt ist auch eine Impfung gegen Hepatitis B ratsam.



Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht ganzjährig (gehäuft von Juli bis September) v.a. in ländlichen und suburbanen Gebieten Südostsibiriens, v.a. an der Küste südlich von Chabarowsk.



Zecken sind während der wärmeren Jahreszeit (März/April bis Oktober/November) in mehreren Gebieten Russlands (zum Beispiel besonders in der Exklave Kaliningrad, aber auch in Sibirien) aktiv. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Genaue Informationen über Zecken, Risiken und vorbeugende Maßnahmen sind zum Beispiel auch im Internet zu finden (Internet: www.medizinfo.com/waldundwiese/zecken/start.htm). Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.



Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.



In den letzten Jahren ist es zu einem deutlichen Anstieg in Einzelfällen durch kontaminierte Blutkonserven von sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten, wie z.B. HIV, gekommen.

Gesundheitsvorsorge

In der Russischen Föderation ist mit einem niedrigeren Standard der medizinischen Versorgung zu rechnen. Dieses gilt besonders außerhalb von Moskau und St. Petersburg. Wer auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte alle notwendigen Arzneimittel mitnehmen, da sie in der GUS oft nicht erhältlich sind. Die ambulante Behandlung ist in der Regel kostenlos, es sei denn, es handelt sich um ernstere Probleme. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung wird empfohlen. Bei plötzlichen Zahnschmerzen kann man eine Schweizer Joint-venture-Praxis im Moskauer Hotel Intourist aufsuchen. Bezahlung nur in Devisen. Gleiches gilt für das American Medical Center und das International Health Care Center in Moskau.

HIV-Test

Für Ausländer, die länger als 3 Monate im Land bleiben, ist für den Visumsantrag bzw. die Einreise ein negativer HIV-Test in englischer und russischer Sprache erforderlich (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Vogelgrippe

In verschiedenen zentralsibirischen Regionen bis hin nach Chelyabinsk am Ural hat die Vogelgrippe Tierbestände befallen. Mitte Oktober 2005 ist die asiatische Vogelgrippe erstmals im europäischen Teil Russlands aufgetaucht. Übertragungen auf Menschen wurden bisher nicht berichtet.

In einem Merkblatt veröffentlicht das Auswärtige Amt folgende Hinweise:

Reisen in betroffene Länder werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt als unbedenklich angesehen.

Der Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel sollte jedoch vermieden werden.

Kein Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten.

Das Mitbringen von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus betroffenen Ländern in die EU ist verboten.

Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist nach derzeitigem Wissensstand unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind.

Verzicht auf Halten von Ziervögeln bei Aufenthalt in den betroffenen Regionen.

Ein gegen Vogelgrippe wirksamer Impfstoff steht gegenwärtig nicht zur Verfügung.

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