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Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:

Stand: 14.03.2006

Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten. Auf Reisen nach Norduganda (Distrikte Gulu, Kitgum, Pader, Lira, Apac) sollte bis auf weiteres verzichtet werden, weil dort mit Aktivitäten der "Lords Resistance Army" zu rechnen ist. Gewaltsame Übergriffe auf Touristen können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen in die Karamoja Region (Kotido, Moroto, Nakapiripirit) sollte ebenfalls Abstand genommen werden, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente nicht ausgeschlossen werden können. Auch Reisen in den Westen des Landes (Distrikt Bundibugyo) erfordern angesichts der Sicherheitslage besondere Vorsicht. Insbesondere wird von Reisen in den Semliki National Park (Bundibugyo), der von Rebellen gelegentlich als Zugangsweg genutzt wird, abgeraten. Gleiches gilt für Fahrten in das südwestliche Grenzgebiet (Dreieck Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Uganda). Auch vor Reisen in den Kidepo Nationalpark wird wegen bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen südsudanesischen und ostugandischen Nomadenvölkern dringend abgeraten. Vor Fahrten in die Distrikte Adjumani, Soroti, Katakwi, Kaberamaido, Kumi, Pallisa, Kapchorwa, Sironko und Mbale sowie zum Mount Elgon National Park sollte die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kampala kontaktiert werden. In Notfällen ist die Botschaft ausserhalb der Dienstzeiten über die Telefonnr. 00256-77-763 000 (für Anrufe aus Deutschland) bzw. 077-763 000 (für Anrufe aus Uganda) zu erreichen. Gelegentliche Rebellenbewegungen im Nordteil des Murchison Falls Nationalparks deuten auf die nach wie vor bestehende Gefahr von Übergriffen innerhalb dieses Teils des Parks hin. Ein europäischer Reisender wurde auf der Nordroute von Karuma nach Packwach im Packwach-Bezirk Opfer eines bewaffneten Überfalls. Von der Benutzung dieser Fahrtroute rät die Botschaft schon seit längerer Zeit aufgrund verschiedener Vorfälle ab. Für die Anfahrt zum Murchison Falls Nationalpark sollte allenfalls die Südroute über Masindi gewählt werden. Es wird empfohlen, vor einem geplanten Überquerung des Nils in Richtung Norden die aktuelle Lage bei der Botschaft in Kampala zu erfragen. Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Aufgrund teilweise schlechter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise einiger Verkehrsteilnehmer wird empfohlen, auf Nachtfahrten zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat. In Uganda werden im Februar/März 2006 Parlaments- und Präsidentschaftswahlen durchgeführt. Mit einer Anspannung der innenpolitischen Situation im Vorfeld der Wahlen muss gerechnet werden. Die Botschaft empfiehlt, sich von politischen Versammlungen, Demonstrationen oder anderen politisch motivierten Aktionen fernzuhalten. Aktuelle Information können vor Ort zusätzlich bei der Uganda Wildlife Authority (UWA) und beim Uganda Tourism Board (UTB) eingeholt werden.

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