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Gesundheit

Gesundheit

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[1]

Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Nigeria den Transitraum nicht verlassen.

Impfschutz gegen Gelbfieber wird allen Reisenden empfohlen, die sich in Nigeria außerhalb der großen Städte aufhalten wollen. Ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr.

[2]

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera wird bei der Einreise aus afrikanischen Staaten erfahrungsgemäß oft verlangt. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3]

Malariaschutz ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein.

[4]

Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Meningitis-Impfung

Bei Ankunft aus anderen afrikanischen Ländern ist zusätzlich eine Meningitis-Impfung erforderlich.

Vorsichtsmaßnahmen

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.



Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.



Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.



Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.



HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.



Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniase kommt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.



Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.



Die Schlafkrankheit kommt vor. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.



Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.



Die Gefahr von Zeckenbissfieber besteht. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ oder hygienisch hoch problematisch, ganz besonders abseits der großen Städte. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, in Nigeria gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind ebenso wie die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke - dringend empfohlen. Medizinische Behandlungen müssen häufig sofort bezahlt werden.

HIV-Test

Für Arbeits- und Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt (gilt nicht für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz).

Vogelgrippe

Mit dem Nachweis von Influenza A (H5N1) in einem Geflügelzuchtbetrieb in einem Dorf im Bundesstaat Kaduna Anfang Februar 2006 ist der Erreger der Vogelgrippe erstmals in einem afrikanischen Land aufgetreten. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Örtliche Quarantäne- und Kontrollmaßnahmen wurden eingeleitet. Kontakte mit lebendem Geflügel sollte vermieden werden.

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