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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Die Landwirtschaft blieb 2003 mit einem Anteil von 16% am Bruttoinlandprodukt wichtigster Wirtschaftsfaktor Marokkos. Rund 43% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Angebaut werden hauptsächlich Getreide, Zitrusfrüchte und Gemüse.

Marokko ist weltweit der größte Produzent von Kalziumphosphat und hat weitere bedeutende Mineralvorkommen wie Eisenerz, Kohle, Blei, Zink, Kobalt, Kupfer, Silber und Mangan. Die wichtigsten Exportgüter sind Textilien, Phosphorsäure, Phosphate, Düngemittel, Wirkwaren, Frühgemüse, Meeresfrüchte, Fische, Konserven (Obst, Gemüse und Fisch), Schuhe, Olivenöl und Teppiche. 2003 verzeichnete die Produktion von Textil und Leder Absatzrückgänge.

Wichtigste Devisenquelle neben dem Tourismus (2,9 Mrd. Euro im Jahr 2003) sind die Überweisungen der 1,6 Mio. Gastarbeiter, von denen etwa 50% in Frankreich arbeiten, in Höhe von 3,4 Mrd. Euro.

Seit 1993 ist ein breit angelegtes Privatisierungsprogramm im Gange. Erfolge hatte Marokko bei der Eindämmung der Inflation (1,2% im Jahr 2003) und beim Abbau des Haushaltsdefizits. Hohe Geburtenraten, Arbeitslosigkeit (12,8%, Stand: 2003), Misswirtschaft im öffentlichen Sektor und hohe Auslandsverschuldung wirken sich jedoch weiterhin negativ auf die Wirtschaft aus. Verschlankung der Verwaltung und Abbau der Schuldenlast gehören daher zu den Prioritäten der marokkanischen Regierung. Marokko fand Anfang 2004 Anerkennung für sein Schuldenmanagement, als S&P die Bonitätsnote von stabil auf positiv heraufsetzte. Das Außenhandelsdefizit weitete sich in den Jahren 1998-2000 wegen größerer Zunahme der Importe im Vergleich zu den Exporten aus und lag bei rund 8,5% des Bruttoinlandsproduktes. 2003 überschritt es mit 5,2 Mrd. Euro erstmals die 5 Mrd.-Eurogrenze. Haupthandelspartner sind die EU-Länder (66% des Warenaustausches), vor allem Frankreich. Die wichtigsten Bezugsländer sind Spanien, Deutschland und die USA.

Marokko ist Mitglied der Afrikanischen Entwicklungsbank und Gründungsmitglied der Maghreb-Union. Seit 01.03.2000 ist das Assoziierungsabkommen mit der EU in Kraft. Der Abbau der Zolltarife verläuft nach Termin. Am 26. Juni 2003 wurde ein wissenschaftliches und technologisches Kooperationsabkommen zwischen der EU und Marokko geschlossen. Die neue EU- Nachbarschaftspolitik unterstützt Marokko bei seinem innenpolitischen Modernisierungsprogramm und der Bekämpfung der Armut.

Geschäftsverkehr

Korrekte Kleidung wird erwartet, ein Anzug ist bei heißem Wetter jedoch nicht erforderlich. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Hartnäckiges Handeln, oft mit verschiedenen Gesprächspartnern, ist üblich. Geschäftszeiten: Winter (September bis Juli, außer während des Ramadan): 08.30-12.00 Uhr und 14.30-18.00 Uhr oder später. Ramadan (s. Gesetzliche Feiertage): 09.00-15.00/16.00 Uhr. Sommer (Juli bis Anfang Sept.): 08.00-15.00/16.00 Uhr. Viele Büros halten sich jedoch in dieser Zeit an die Winteröffnungszeiten.

Kontaktadressen

Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V.

Garnisonskirchplatz 1, D-10178 Berlin

Tel: (030) 278 90 70. Fax: (030) 27 89 07 49.

E-Mail: info@ghorfa.de

Internet: www.ghorfa.de



Österreichisch-Arabische Handelskammer

Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien

Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59.

E-Mail: headoffice@aacc.at

Internet: www.aacc.at



Chambre Allemande de Commerce et d'Industrie au Maroc

8 Bd. de Khouribga, MA-20000 Casablanca

Tel: (022) 44 98 22/23. Fax: (022) 244 96 93.

E-Mail: info@dihkcasa.org

Internet: www.dihkcasa.org



La Fdration des Chambres de Commerce et dIndustrie du Maroc (Industrie- und Handelskammer)

6 Rue dErfoud, BP 218, MA-60001 Hassan-Rabat

Tel: (037) 76 78 81, 76 70 51. Fax: (037) 76 70 76.

E-Mail: fccism@maghrebnet.net.ma

Konferenzen/Tagungen

Konferenzeinrichtungen befinden sich im Palais de Congrs. Weitere Informationen und eine spezielle Broschüre zum Thema Konferenzen und Kongresse sind beim Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) erhältlich.

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