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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs befindet sich Eritreas Wirtschaft in einem äußerst schlechten Zustand und steht seit dem Ausbruchs des Grenzkriegs mit dem Nachbarland Äthiopien 1998 vor dem völligen Zusammenbruch. Zuvor stand der Aufbau einer Marktwirtschaft im Vordergrund der Wirtschaftspolitik. Staatliche Industrien sollten nach und nach privatisiert werden. Die Regierung war bestrebt, Investitionen aus dem In- und Ausland zu fördern, um den Lebensstandard der Bevölkerung möglichst rasch anzuheben und die Wirtschaft anzukurbeln. Moderne Technologien sollten eingeführt und das technische Know-how durch Ausbildungsprogramme vermittelt werden.
Eritrea ist ein Agrarland, rund 80% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Angebaut werden in erster Linie einheimische Getreidesorten, Mais, Weizen und Sorghum. Die Produktivität ist in den letzten Jahren aufgrund von Dürre und Krieg beträchtlich gesunken, mehr als die Hälfte der Anbaufläche liegt brach. Das Land ist weiterhin stark von ausländischen Hilfslieferungen abhängig. Am 18. 06. 2000 haben Eritrea und Äthiopien ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Zur Zeit ist allerdings noch nicht absehbar, ob es auch von Dauer sein wird. Seit 1994 ist das Land Mitglied des Internationalen Währungsfonds.
Geschäftsverkehr
Einheimische Geschäftsleute sprechen häufig Englisch oder Italienisch. Französischkenntnisse können ebenfalls nützlich sein. Visitenkarten sind nicht überall üblich. Die Monate Oktober bis Mai sind für Geschäftsreisen am günstigsten. Geschäftszeiten: Mo-Do 08.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr, Fr 07.00-11.30 und 14.00-18.00 Uhr, Sa 08.00-12.00 Uhr. Regionale Abweichungen möglich.